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Kurztest: Red Hat 7.1 und Mandrake 8.0

Erweiterungsmöglichkeiten

Möchte man sein System erweitern, ist man mit Mandrake als Desktop-Anwender auf der sicheren Seite. Mandrake zieht nämlich mit Red Hat 7.x gleich und wagt ebenfalls den rpm-Versionssprung auf Version 4.0 sowie den – in der Entwicklerszene allerdings äußerst umstrittenen – gcc-Versionswechsel (gcc 2.96). Damit läuft unter Mandrake 8.0 praktisch jedes im WWW erhältliche rpm-Paket, das für Red Hat 6.2 / 7.x gebaut wurde. Das Mandrake-eigene rpm-Frontend rpmdrake wurde übrigens optisch ebenfalls deutlich verbessert und holt sich auf Wunsch Sicherheitsaktualisierungen und Paketaktualisierungen vom kostenlosen Mandrake-Server (bzw. einem der Mirror). Selbstverständlich lassen sich mit dem Paket-Manager auch rpm-Pakete von anderen Quellmedien einlesen und verwalten. Ähnlich wie bei der Debian-Community gibt es neuerdings auch bei MandrakeSoft drei "Reifestadien" der Distributionen: Cooker (in Entwicklung), MandrakeFreq (weitgehend stabil) und die offizielle Release. Wer also keine Lust hat, bis zur nächsten offiziellen Version von Mandrake zu warten, kann sich online oder auf CD MandrakeFreq besorgen.

Derzeitige Referenz als Linux-Desktop

MandrakeSoft ist mit der brandaktuellen Mandrake 8.0 mal wieder ein Überraschungs-Coup gelungen. Die neue Version von Mandrake bietet (noch vor SuSE und Red Hat) so ziemlich alles, was man sich als Desktop-Anwender für die alltägliche (Administrations-) Arbeit unter Linux erhofft – und das gleich auf topaktuellem Niveau mit GNOME 1.4!

Linux-Mandrake 8.0 PowerPack

+ Sehr aktuelles und umfangreiches System

+ Zentrales X11-Administrations-Tool DrakConf

+ Leichte Erweiterbarkeit durch rpmDrake

- Installer z. T. noch etwas verbesserungsbedürftig

- Voreingestellte X11-Schriftarten inakzeptabel

Linux AG übernimmt Support für Mandrake

MandrakeSoft wird ab der Version 8.0 ihrer Linux-Distribution auf die Dienste der Linux Information Systems AG zurückgreifen. Beide Unternehmen vereinbarten, dass der deutsche Support für die Mandrake-Produkte "PowerPack" und "ProSuite" von den Spezialisten der Linux Information Systems AG geleistet wird. Die Version 8.0 ist seit Ende April erhältlich.

Neben den zahlreichen anwenderfreundlichen Neuerungen in der Software erhält der Mandrake Benutzer mit dem Service des erfahrenen Supportteams der Linux Information Systems AG einen echten Mehrwert. Andreas Steffens, Sales Representative für MandrakeSoft in Deutschland: "Auch wenn bei Linux-Mandrake besonderes Augenmerk auf Anwenderfreundlichkeit gelegt wird, gibt es doch gelegentlich qualifizierten Beratungsbedarf in deutscher Sprache. Mit der Linux AG haben wir dafür einen überaus kompetenten Partner gewonnen."

Neben der bundesweiten Linux-Hotline leistet die AG auch den Deutschland-Support für die Linux-Distribution Caldera. Infos: http://www.linux-ag.de

Kurzüberblick

  SuSE 7.1 Personal Red Hat 7.1 Deluxe Mandrake 8.0 PowerPack
Anzahl CDs 3 9 7
Preis 89 DM ca. 125 DM ca. 120 DM
Getestet in Ausgabe 04/2001 07/2001 07/2001
Handbuch sehr gut--gut gut gut
Systemaktualität sehr gut--gut sehr gut sehr gut
Installation: Features sehr gut--gut sehr gut--gut sehr gut--gut
Installation: Bedienbarkeit gut sehr gut--gut gut
Desktop-Übersichtlichkeit befriedigend gut--befriedigend befriedigend
Grundlegende Administrierbarkeit gut gut sehr gut--gut
Handling von Binärpaketen gut-befriedigend befriedigend gut
Support gut gut--befriedigend sehr gut--gut
Derzeitige Gesamtnote (gewichtet)
Einsteiger-/Anwenderfreundlichkeit 1,95 1,85 1,67
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LinuxUser 05/2014

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