Modellpflege mit Schmankerl

Keine Frage! Red Hat 7.1 bringt gegenüber der Vorgängerversion einige wichtige Aktualisierungen mit. Von diesen profitiert der reine Desktop-Anwender jedoch nur in begrenztem Maße. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt sicherlich die überfällige Integration der neuen Linux-Kernel-Generation (2.4.2). Dank zahlreicher eigener Kernel-Patches ist es dem Anwender unter Red Hat 7.1 erstmals möglich, die Stecker seiner USB-Geräte "hot pluggable" ohne Reboot auszutauschen. Besitzer einer Grafikkarte der neuesten Generation (ausgenommen PowerVR-Chips) werden sich vermutlich darüber freuen, dass man den derzeit aktuellsten freien X-Server XFree86 4.0.3 mit aufgenommen hat. Auch im Sicherheitsbereich hat Red Hat – nicht zuletzt aufgrund der in letzter Zeit gehäuften Netzangriffe auf Red-Hat-Systeme – einiges verbessert. Die in den Boxed-Versionen enthaltenen Open-Source-Anwendungen und kommerziellen Demos sind sicherlich ihr Geld wert. Äußerst fraglich ist jedoch, ob hierzulande der normale Desktop-Anwender bereit sein wird, sich seine RPM-Updates registrierungs- und (früher oder später) kostenpflichtig vom Red Hat Network herunterzuladen. Solange man als einfacher Benutzer auch ohne diese Zusatzdienste ein stabiles und (halbwegs) aktuelles System aufsetzen kann, wird die ansonsten recht anwenderfreundliche Distribution weiterhin eine große Schar begeisterter Anhänger finden. (ahu/hej)

Red Hat 7.1 Deluxe

+ Brandaktuelles System samt USB-Hotplugging

+ relativ einsteigerfreundliche Installation/Grundkonfiguration

- GNOME 1.4 noch nicht integriert

- Online-Updates dauerhaft kostenpflichtig

Red Hat TechWorld – 17./18.09. in Brüssel

Red Hat startet die Red Hat TechWorld, eine Technologie-orientierte Konferenzserie mit Schulungs- und Technologie-Kursen für die gesamte Open-Source-Gemeinde. Die erste Veranstaltung in dieser Reihe findet am 17./18.09.2001 auf der "Brussels Expo" in Belgien statt.

Die Red Hat TechWorld wird verschiedene Trainingskurse zu Open-Source-Themen beinhalten, darunter Anwendungsentwicklung, Hochverfügbarkeit, Clustering, Echtzeit-Betriebssysteme, Journaling-Datensysteme und den Einsatz von Linux in Unternehmens-Installationen. Die Konferenz bietet den Teilnehmern anhand technischer Diskussionen und Schulungs-Gespräche, einer Ausstellung und verschiedener Seminare zu den zahlreichen Facetten dieses Themas die Gelegenheit, die neuesten Technologien kennen zu lernen.

Weitere Informationen zur Red Hat TechWorld unter http://www.redhat-techworld.com eingesehen werden; Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Kurztest: Linux Mandrake 8.0

Kurz nach dem Erscheinen von Red Hat 7.1 zog auch MandrakeSoft mit einer neuen Linux-Version nach. Angesichts zahlreicher Neuerungen hielt der aus Frankreich stammende Distributor einen großen Versionssprung für gerechtfertigt. LinuxUser hat für Sie Mandrake 8.0 näher unter die Lupe genommen.

Im deutschen Handel gibt es seit Anfang / Mitte Juni 2001 zwei Varianten von Mandrake 8.0: Die PowerPack-Edition von Linux Mandrake enthält neben den Handbüchern einige zusätzliche CDs mit freien und kommerziellen (Demo-) Programmen (unter anderem die Vollversion von IBMs Spracherkennungs-Software ViaVoice) und ist für einen Preis von ca. 120 DM erhältlich. Darüber hinaus gibt es noch eine ProSuite-Edition, die sich jedoch als professionelle Server-Lösung vor allem an kleine und mittlere Unternehmen richtet und daher auch deutlich mehr kostet.

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