Red Hat 7.1
Red Hat 7.1 gibt es im deutschen Handel in zwei Versionen: Die Deluxe-Edition mit neun CDs und zwei Handbüchern richtet sich primär an den Desktop-Anwender im Heim- und Office-Bereich und kostet etwa 125 DM. Wer Red Hat 7.1 als (Unternehmens-) Server-System einsetzen will, sollte sich den Kauf der Professional-Edition überlegen. Für den Preis von ca. 450 DM erhält man dann zehn CDs, eine DVD und viele Bonus-Specials für die professionelle Netzwerkadministration. Uns interessiert hier jedoch vor allem die Eignung von Red Hat 7.1 als Desktop-System.
Installation
Red Hat 7.1 bereitete auf unseren Testrechnern dank der sehr guten automatischen Hardware-Erkennung bei der Installation keine Probleme. Sowohl das SCSI-DVD-Laufwerk als auch die USB-Maus funktionierten auf Anhieb. Auch der nVidia-Grafikchip wurde sofort richtig erkannt. Red Hat scheint weiterhin GNOME als Standard-Desktop zu favorisieren. Der brandaktuelle GNOME-1.4-Desktop inklusive Datei-Manager Nautilus hat es aber leider nicht mehr auf die CDs geschafft. Da Linux als Desktop-System im Moment noch meistens parallel zu einer bestehenden Windows-Partition betrieben wird, dürfte die vom Installer empfohlene automatische Partitionierung, die alle Festplattenpartitionen löscht, in der Praxis nur selten sinnvoll sein. Entgegen dem allgemeinen Trend bei anderen Distributionen verzichtet Red Hat auch in der neuen Version auf die möglichen Vorteile des Journaling-Dateisystems ReiserFS. Insgesamt hinterlässt das grafische Installationsprogramm aber einen ausgereiften und übersichtlich gestalteten Eindruck. Dank sinnvoller Voreinstellungen dürfte es in den meisten Fällen genügen, wenn man als unerfahrener Benutzer mit der Maus auf den Weiter-Button klickt. Sollten dennoch Unklarheiten auftauchen, dann steht jederzeit eine ausführliche deutschsprachige Online-Hilfe bereit.



