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01.07.2001

In den vergangenen Wochen wurde Linux zum wiederholten Male für tot erklärt; diesmal unter dem Motto "Linux auf dem Desktop ist tot". Die hysterischen Schreie, die nicht nur von Linux-Gegnern sondern auch von seinen Anhängern zu hören sind, wurden mit dem Niedergang von Eazel laut: Hier ist ein weiterer Ansatz gescheitert, aus Open-Source-Projekten Geld zu machen. Aber warum soll das gleich den Niedergang der ganzen Branche oder eine Verdammung von Linux in die Bedeutungslosigkeit bedeuten?

Die Linux New Media AG, Herausgeber des LinuxUser, setzt für die meisten Aufgaben auf Linux-Lösungen. Natürlich laufen unsere Server unter Linux, das erwartet jeder. Aber auch die täglichen Arbeiten werden mit dem Betriebssystem unserer Wahl bestritten. Redaktion, Marketing, Produktion, Vorstand – die Kollegen sitzen in den meisten Fällen an einem Linux-Rechner. Und wo es nicht Linux ist, ist es ein Apple-Rechner mit MacOS.

Wer nach langjähriger Linux/Unix-Nutzung auf einem anderen System instinktiv versucht, ein Terminal-Fenster zu öffnen, stellt sich schnell die Frage, wie Linux auf dem Desktop je sterben könnte, solange die Alternativen so unflexibel sind wie bisher.

Aber gut, aus der anderen Perspektive ist es gerade die Shell bzw. das Terminal-Fenster, das viele potentielle Umsteiger vom Wechsel zu Linux abhält, obwohl sich doch fast alle Dinge inzwischen auch über komfortable GUIs erledigen lassen.

Im LinuxUser wenden wir uns seit der ersten Ausgabe an Anwender aus beiden Lagern: Wer sich bereits mit der Shell vertraut gemacht hat und die Vorteile der Schnelligkeit und Flexibilität zu schätzen weiß, findet bei uns interessante Tips und Tricks, um dies noch effizienter zu tun. Linux-Neueinsteigern, die sich noch unter Windows heimisch fühlen, …

Migration

… werden wir in der Rubrik Migration verstärkt beim Umstieg auf Linux unter die Arme greifen: An praxis-orientierten Beispielen zeigen wir, wie sich unter Windows alltägliche Standard-Vorgänge genauso leicht oder besser auch unter Linux durchführen lassen.

Für alle Leser gemeinsam interessant sind hoffentlich unsere Workshops, Programmvorstellungen und auch die Schwerpunkte, die in jeder Ausgabe einen umfassenden Überblick zu einem ausgewählten Thema geben – diesmal geht es um Datensicherung, mehr dazu auf Seite 18.

Nun bleibt mir wieder, Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre des LinuxUser zu wünschen – unserem Betriebssystem selbst wünschen wir sicher alle viel Erfolg und ein langes Leben, auch wenn die Unkenrufe weiter bestehen,

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


Infos zur Publikation

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LinuxUser 03/2012

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