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Schnell mal die Shell

Dr. Linux

Infotext nach dem Login

Ich bekomme nach dem Anmelden (Login) auf der Textkonsole meines Systems folgenden Informationstext:

Last login: Sat Apr 28 14:35:54 on tty6

Wo kann ich das abstellen?

Dr. Linux: Wenn Sie diese Information nicht haben wollen, müssen Sie als Superuser tätig werden. Die Meldung des letzten erfolgreichen Logins (aller User) wird in der Datei /var/log/lastlog gespeichert und nach dem erneuten Anmelden beim System von der Login-Shell ausgegeben. Die Entscheidung, ob diese Daten auf dem Bildschirm erscheinen, wird in der Datei /etc/login.defs getroffen.

Öffnen Sie dieses File mit dem Editor Ihrer Wahl, und ändern Sie in der Zeile

LASTLOG_ENAB    "yes"

den Eintrag "yes" auf "no".

Für Mandrake-User gibt es allerdings eine schlechte Nachricht: Bei einigen Versionen dieser Distribution ändert das Setzen von LASTLOG_ENAB nichts an der Ausgabe der "Last login"-Meldung.

Grafisch oder nicht grafisch?

Ich habe bei meiner Linux-Installation angegeben, mich zukünftig grafisch einzuloggen. Jetzt will ich mich aber doch lieber auf einer Textkonsole anmelden und die grafische Oberfläche bei Bedarf mit startx per Hand aufrufen. In welcher Datei muss ich das eintragen?

Dr. Linux: Unix-Systeme können in verschiedenen Betriebszuständen laufen, die als Runlevel bezeichnet werden. In der Datei /etc/inittab finden Sie eine Definition der vorkonfigurierten Runlevel Ihres Systems. Die Nummerierung der Runlevel ist bei den verschiedenen Distributionen nicht identisch.

Gemeinsam sind allen der Runlevel 0, der das System herunterfährt, und Runlevel 6, der einen Reboot auslöst. Daher ist es nicht ratsam, einen dieser beiden als Default Runlevel einzutragen, also als den Betriebszustand, der beim Booten automatisch eingenommen wird.

Die übrigen Runlevel sehen bei der SuSE-7.1-Distribution folgendermaßen aus:

  • Runlevel 1 ist der Single-User-Modus, in dem root die Chance hat, an einem kaputten System mit nur wenig Funktionalität noch Einiges zu retten.
  • Runlevel 2 bietet Multi-User-, aber keine Netzwerkfunktionalität.
  • Runlevel 3 erlaubt es ebenfalls mehreren Benutzern, gleichzeitig an der Maschine zu arbeiten (multi-user) und stellt zusätzlich Netzwerkfunktionalität (lokale Mail, Einloggen von entfernten Maschinen etc.) zur Verfügung.
  • Runlevel 5 ist als eine weitere Multi-User-Betriebsart mit Netzwerk und grafischem Login vorkonfiguriert. In der Datei /etc/inittab finden Sie neben der Definition der Runlevel auch den Default-Runlevel. Kennzeichnend ist das Wort initdefault:
id:5:initdefault:

Die Ziffer in dieser Zeile legt fest, mit welchem Runlevel Ihr System aktuell startet. Bei einer SuSE 7.1 muss also nur die Ziffer 5 gegen die Ziffer 3 ausgetauscht werden, damit die grafische Oberfläche beim nächsten Systemstart nicht mehr automatisch zur Verfügung steht. Bei anderen Distributionen lesen Sie einfach die Definitionen in /etc/inittab aufmerksam, um einen passenden Multi-User-Runlevel zu finden.

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