Oberfläche nach Maß
Desktop anpassen mit dem Kontrollzentrum
GNOME Panels
Schalten Sie zwischen den Desktops hin und her, so werden Sie merken, dass die Kontrollleiste gleich bleibt. Bei GNOME können mehrere Panels benutzt und konfiguriert werden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Kontrollleiste und wählen Panel/Panel erzeugen. Auf dem gleichen Weg können Sie in das neue Panel Elemente einfügen. Wählen Sie dazu Zum Panel hinzufügen und suchen aus den weiteren Menüs die entsprechenden Elemente aus. So konfigurieren Sie zu unterschiedlichen Arbeitsgebieten je eine Kontrollleiste, die den Zugriff auf die entsprechenden Applikationen enorm verkürzt. Panels, die Sie gerade nicht benötigen, schließen Sie einfach über die kleinen Pfeile.
Zurück zu KDE. Schriftart und -größe für die Bestandteile der Arbeitsoberfläche legen Sie im Abschnitt Schrift fest. Die Schaltfläche Auswählen führt in ein Dialogfeld, in dem Schriftart, -stil und -größe für die vorgegebenen Desktop-Bestandteile separat eingestellt werden. Hier können Sie also differenzierter vorgehen als im Abschnitt Arbeitsfläche/Allgemein/Erscheinungsbild.
Die Größe der Symbole auf dem Desktop sagt Ihnen nicht zu? Dann sind Sie im Bereich Symbole richtig. Am Beispiel des Zahnrad-Symbols für Anwendungen, zeigt KDE, wie die Symbole in den Leisten und auf der Arbeitsfläche erscheinen werden. In drei Stufen kann die Größe variiert werden. Zusätzlich können die Pixel in doppelter Größe dargestellt werden. Der Reiter Effekte birgt Möglichkeiten weiterer Gestaltung, zum Beispiel die Symbole einzufärben und die Sättigung zu verstellen.
KDE kann Sie über Systemaktivitäten der grafischen Oberfläche und des Fenster-Managers informieren. Vier Optionen stehen für jede Aktion im Bereich Systemnachrichten zur Verfügung: In Logdatei schreiben, Klang abspielen, Benachrichtigungsfeld anzeigen und Standard-Fehlerausgabe. Soll zu einer Systemnachricht ein Klang abgespielt werden, setzen Sie ein Häkchen vor dieser Option – dadurch wird die Textzeile Dateiname aktiviert. Klicken Sie auf das Verzeichnissymbol rechts neben der Zeile und wählen Sie die gewünschte Klangdatei aus.
Als letzter Unterpunkt des großen Komplexes Erscheinungsbild werden die gültigen Tastaturkürzel im Menü-Punkt Tastenzuordnung aufgelistet. Viele dieser Kürzel wie Ausschneiden ([Strg-X]), Kopieren ([Strg-C]) usw. sind mit den Windows-Kürzeln identisch. Wollen Sie eine Tastenkombination ändern, klicken Sie die entsprechende Aktion im Dialogfeld an und wählen Benutzerdefinierte Tasten. Als Beispiel wollen wir die Tastenkombination [Alt-F1], mit der das Startmenü aufgerufen werden kann, auf [Alt-F5] ändern. Wählen Sie dazu in der Liste diese Aktion aus. Wenn Sie nun auf Benutzerdefiniert klicken, bleibt die Alt-Taste markiert. Klicken Sie auf das Funktionstasten-Symbol und drücken Sie [F5]. Die neue Einstellung erscheint im Auswahlfenster. Ebenso legen Sie Tastaturkürzel für Aktionen fest, die noch keine haben.
Über das Kontrollzentrum von KDE können Sie nicht die Bildschirmauflösung und die Farbtiefe verändern. Dazu müssen Sie ein anderes Tool starten. Deshalb behandeln wir diesen Punkt in einem späteren Workshop. (hge).
Glossar
KDE
KDE steht für K Desktop Environment und ist eine grafische Benutzeroberfläche für Linux. Neben der Oberfläche GNOME ist KDE am weitesten verbreitet und mittlerweile am ausgefeiltesten. Die Vielzahl der Programme und Progrämmchen für KDE ist unübersehbar. Seit Ende 1996 besteht dieses Projekt. KDE besteht aus den Modulen Login-Display-Manager (kdm), dem Fenstermanager (kwm), dem Dateimanager (Konqueror) und der Kontrollleiste (kpanel). Infos auch unter http://www.kde.org.
GNOME
GNU Network Objekt Model Environment, wobei GNU für GNU is Not Unix steht und seit 1997 ein Projekt der Free Software Foundation ist. Es besteht aus dem Login-Display-Manager (gdm), dem Dateimanager (gmc) und der Kontrollleiste (panel). Infos unter http://www.gnome.org



