Oberfläche nach Maß

Desktop anpassen mit dem Kontrollzentrum

01.07.2001
Das Arbeiten mit einer grafischen Benutzeroberfläche macht erst richtig Vergnügen, wenn die Einstellungen den eigenen Vorlieben entsprechend angepasst sind. So bietet die Oberfläche echte Arbeitserleichterung.

Unter Windows finden sich wesentliche Konfigurationsmöglichkeiten des Desktops in der Systemsteuerung. KDE, die wohl am häufigsten verwendete grafische Oberfläche für Linux, geht ganz ähnlich vor. Wichtige Optionen zur Anpassung der Arbeitsumgebung finden Sie im KDE-Kontrollzentrum.

In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie die Windows-Einstellungen, die Sie im Bereich Anzeige in der Systemsteuerung vornehmen, mit KDE erledigen. Wir beziehen uns dabei auf Windows 98 SE und SuSE Linux 7.1 mit KDE 2.0.1.

Der Weg zur Konfigurationszentrale ist in beiden Desktop-Oberflächen ähnlich. Über Start/Einstellungen/Systemsteuerung führt der Weg bei Windows.

Abbildung 1: Über die Startleiste gelangen Sie bei Windows zur Systemsteuerung

Nach der Installation von KDE sehen Sie am unteren Rand des Bildschirms eine ähnliche Leiste wie die Windows-Taskleiste, die KDE-Kontrollleiste, genannt Panel. Klicken Sie auf den Button ganz links mit dem KDE-Symbol, öffnet sich ein Menü, in dem neben vielen anderen der Eintrag Kontrollzentrum zu finden ist. Ein Klick auf diesen Menü-Punkt, und Sie befinden sich in der Schaltzentrale.

Abbildung 2: KDE schlägt den gleichen Weg zum Kontrollzentrum wie Windows ein

Das Kontrollzentrum von GNOME, einer anderen grafischen Oberfläche, erreichen Sie am schnellsten über den Button mit dem Werkzeugkasten in der Kontrollleiste. Sie können auch auf das GNOME-Symbol links außen klicken und Programm/Konfiguration/GNOME-Kontrollzentrum wählen.

Die Erscheinungsbilder der Zentralen von Windows und KDE unterscheidet sich: KDE teilt den Bildschirm des Kontrollzentrums in zwei Hälften. Links sind die Konfigurationsbereiche untereinander gelistet, rechts erscheint das dazu gehörende Dialogfeld. Der ältere Herr im wallenden Gewand, der Sie in Empfang nimmt, heißt übrigens Kandalf. Die Kategorien in der linken Spalte können als Baumstruktur oder in Symbolansicht dargestellt werden. Über Ansicht in der Menü-Leiste können Sie den Darstellungsmodus wechseln. Wir beziehen uns im Folgenden auf die Baumansicht.

Abbildung 3: Kandalf begrüßt Sie in der Schaltzentrale

Deutsch

Bevor wir mit der Erklärung der einzelnen Features beginnen, zunächst ein Hinweis zur Arbeitserleichterung: Nach der Installation von KDE ist die Sprache der Oberfläche häufig auf Englisch voreingestellt. Wollen Sie dies ändern, öffnen Sie das Control Center, klicken auf das "+" vor Personalization und wählen die Option Country & Language. Öffnen Sie das Dropdown-Menü Country auf der Registerkarte Locale. Unter Europe, Central finden Sie Germany. Bestätigen Sie die Einstellung mit Apply/OK. Damit sich die Sprache in allen KDE-Fenstern ändert, starten Sie die Oberfläche noch einmal.

Abbildung 4: Leichter verläuft die Konfiguration in deutscher Sprache

Äußerliches

Die Optik der Windows-Arbeitsoberfläche passen Sie in wesentlichen Teilen über die Option Anzeige in der Systemsteuerung an. Hintergrundbild und Bildschirmschoner können Sie hier auswählen, die Darstellung der Bestandteile des Desktops, wie Fenster, Leisten, Symbole und Menüs konfigurieren.

Abbildung 5: Grundeinstellungen zum Desktop nehmen Sie im Bereich Anzeige der Systemsteuerung vor, zum Beispiel die Auswahl eines Hintergrundbildes

Um dies bei KDE zu tun, klicken Sie im KDE-Kontrollzentrum in der Baumansicht auf das "+" vor dem Menü-Punkt Erscheinungsbild. Weitere Unterpunkte erscheinen. Der erste, Arbeitsfläche, beinhaltet wiederum vier Unterpunkte. Im Bereich Allgemein legen Sie einige generelle Eigenschaften des Desktops fest.

Abbildung 6: Hier wird festgelegt, was passiert, wenn Sie mit der mittleren Maustaste auf den Desktop klicken

Was soll zum Beispiel passieren, wenn Sie mit der Maus auf eine freie Fläche des Desktops klicken? Stellen Sie die Option Fensterliste ein, öffnet sich beim Klick ein Menü auf dem Desktop, das alle aktuell geöffneten Fenster anzeigt. Diese können Sie dann nebeneinander oder gestaffelt anzeigen lassen, nach vorne holen oder die Arbeitsfläche ganz wechseln (siehe unten).

Das Arbeitsflächen-Menü ist Ihnen vielleicht geläufiger unter dem Namen Kontext-Menü. Hier finden Sie grundlegende Aktionen wie Neu erstellen eines Verzeichnisses oder Dokuments, Einfügen, Hilfe oder den Befehl, die Symbole auf dem Desktop neu anzuordnen. Voreingestellt öffnet sich dieses Menü mit einem Rechtsklick. Dies gilt für die allermeisten KDE-Applikationen. KDE kann auch bei einem Klick auf eine freie Desktop-Fläche das Programm-Menü an jeder beliebigen Stelle anzeigen, das sonst erscheint, wenn Sie auf den K-Button im Panel klicken.

In einigen Fällen, wie bei den Klicks auf die Arbeitsfläche, brauchen Sie im Umgang mit KDE eine mittlere Maustaste. Bei einer Zwei-Tasten-Maus drücken Sie in der Regel beide Tasten gleichzeitig, um den Druck der mittleren Maustaste zu simulieren. Welche Option Sie auch für jede der drei Tasten ausgewählt haben, bestätigen Sie die Einstellungen mit Anwenden und probieren Sie den Effekt aus.

Auf der zweiten Registerkarte Erscheinungsbild kann die Schriftgröße auf der Arbeitsfläche zwischen klein, mittel und groß variiert sowie die Standardschrift und -Farbe festgelegt werden. Sollten Sie nun hin und her probiert haben, und zum Schluss am liebsten wieder zu den Ursprungseinstellungen zurückkehren wollen, klicken Sie auf Standard.

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