Desktop-Umgebung GNOME 1.4
Anfang April war es endlich soweit: Die langersehnte Version 1.4 der Desktop-Umgebung GNOME war fertiggestellt. Aus reiner Anwendersicht darf man sich vor allem auf den neuen Datei-Manager Nautilus, der von der amerikanischen Firma Eazel begesteuert wurde, freuen. Dieser tritt an die Stelle des mittlerweile betagten Gnome Midnight Commander und bildet – ähnlich wie Konqueror in KDE – neben Panel und Kontrollzentrum die zentrale Schnittstelle zum Desktop-Anwender. Natürlich gab es noch zahlreiche weitere Verbesserungen, insbesondere im Bereich des Komponentenmodells Bonobo, im Hilfesystem und im Bereich der Internationalisierung. Hinter dem bildhaften Decknamen "GNOME Fifth Toe" verbergen sich schließlich eine ganze Reihe von GNOME-Anwendungen, die zwar nicht zu den Kernbestandteilen von GNOME 1.4 zählen, auf die man als GNOME-Liebhaber jedoch nur ungern verzichten dürfte. Die amerikanische Firma Ximian, vormals Helixcode, ließ sich nach dem Erscheinen der GNOME-1.4-Quellen erstaunlich lange Zeit, bis sie Ende April mit ihren Binärpaketen für zahlreiche Linux-Distributionen nachzogen. Nicht zuletzt deshalb hat es GNOME 1.4 dieses Mal noch nicht auf unsere Heft-CD geschafft. Ein Trost für alle diejenigen, die sich Nautilus endlich mal in Natura anschauen wollen: Die Trial-Version von Mandrake 8.0 auf unserer Heft-CD enthält unter anderem auch GNOME 1.4!http://download.gnome.org/http://www.ximian.com
Flowchart-Programm Kivio 1.0
Ein Leckerbissen ganz besonderer Art wird offizieller Bestandteil des in Kürze erhältlichen KOffice 1.1 sein: das Flowchart-Programm Kivio 1.0. Die amerikanische Software-Schmiede theKompany.com, vor allem bekannt durch zahlreiche innovative KDE-basierte Entwicklerwerkzeuge, hat sich dazu entschlossen, dem KOffice-Projekt dieses Flowchart-Programm beizusteuern. Ähnlich wie das GNU-Programm Dia bietet auch Kivio eine Vielzahl von Konstruktionsbausteinen, mit denen sich auf einfache Weise komplexe Flowchart-, Entity Relationship-, UML- und UI-Prototyping-Diagramme erstellen lassen. Das Besondere an Kivio liegt zum einen in der vollständigen KOffice-Integration (KParts) und zum anderen in der einzigartigen (Python-basierten) Scripting- bzw. Plugin-Architektur. Die endgültige Version von KOffice 1.1 wird voraussichtlich im Mai/Juni 2001 erhältlich sein. Wer sich schon vorher ein Bild von Kivio machen möchte, der kann sich z. B. die aktuellste Beta-Version von KOffice 1.1 herunterladen. http://www.thekompany.com/projects/kivio/http://www.koffice.org/



