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K-tools

Das doppelte Lottchen

Klicken Sie dazu im Eingangsfenster auf den Button CD kopieren, um sich direkt im Anschluss daran mit einem Fenster wie in Abbildung 3 konfrontiert zu sehen. Eine Menge Einstellungen, nur: Was bedeuten sie?

Abbildung 3

Abbildung 3: Kopieren Sie Ihre Daten!

Bevor Sie sich mit mir in den Optionsdschungel stürzen, wenden Sie sich am besten zuerst den einfachen Dingen des Lebens, ääh Programms, zu. Das Schaltfeld Lösche CDRW betrifft Sie nur dann, wenn Sie wiederbeschreibbare CDs verwenden können. Mit Kein passiert genau das, sprich, die CD wird nicht gelöscht. Die Einstellung Alle löscht die komplette CD, was – je nach Geschwindigkeit des Brenners – das eine oder andere Minütchen dauern kann. Mit Schnell löschen Sie nur das TOC, also das Inhaltsverzeichnis ("Table of Content") der CD, Spur entfernt die erste Spur der CD, und Offen lassen schließt die letzte Session nicht ab.

Im Pulldown-Menü Geschwindigkeit können Sie die des Brenners einstellen. Ein kleiner Tipp: Vor allem beim Brennen von Audio-CDs sollten Sie nicht das Maximum aus Ihrem Brenner herauskitzeln. Der Grund: Je schneller Sie brennen, desto ungenauer wird die Spur, und schlimmstenfalls kann es passieren, dass Sie statt Musik nur Knackser hören.

Doch nun zu den Optionen: Aktivieren Sie den Punkt Simulieren, wird der Brennvorgang nicht wirklich ausgeführt. Koncd probt mit dieser Option nur den Ernstfall und lässt den Laserstrahl des Brenners lieber ausgeschaltet. Mit ISO-Größe verwendet Koncd die Größenangaben der Norm-CD, ein Klick auf Ignoriere Mediengröße, und Koncd denkt gar nicht daran – das kann beim Überbrennen ganz sinnvoll sein. CD auswerfen wirft ihre funkelnagelneue CD nach dem Brennvorgang automatisch aus. Mit Keine Fixierung wird kein Inhaltsverzeichnis erstellt. Vorsicht: Nicht fixierte Multisession-CDs sind in manchen CD-ROM-Laufwerken nicht lesbar. Bei Fehler übergehen schließlich brennt Koncd munter weiter, auch wenn während des Prozesses Fehler auftreten.

Nun müssen Sie nur noch auf den Button Start klicken, um den Brennvorgang zu starten und koncd bei der Arbeit zuzusehen. Die erste Statusanzeige zeigt dabei die Fortschritte des Brennvorgangs an, während Status 2 ganz dem Zwischenspeicher des Brenners gehört. Fällt dieser auf 0 Prozent, wird der Brennvorgang abgebrochen. Versuchen Sie es in diesem Fall mit einer niedrigeren Brenngeschwindigkeit – wie gut, dass es die Option Simulieren gibt…

Der schnöde Rest

Möchten Sie Daten von Ihrer Festplatte auf CD bannen – es leben die Backups! – müssen Sie ein wenig anders vorgehen. Wählen Sie in diesem Fall den Button Master CD aus dem Einstiegsfenster aus, und machen Sie sich auf noch mehr Optionen gefasst (Abbildung 4).

Die eine oder andere Option haben Sie eben schon kennen gelernt, so dass wir uns hier auf die Neuzugänge beschränken wollen.

Abbildung 4

Abbildung 4: Beim Mastern einer CD gibt es noch viel mehr Optionen zu beachten

Mit einem Klick auf den Button neben dem Feld Ausgangsverzeichnis öffnen Sie den Koncd-Dateimanager, in dem Sie sich die Daten, die Sie brennen möchten, zusammenstellen können. Der Dateimanager ist in zwei Fenster unterteilt: Links finden Sie die lokale Verzeichnisstruktur, das rechte Fenster gehört dem ISO-Image-Verzeichnis, also all den Verzeichnissen und Dateien, die später auf die CD gebrannt werden sollen.

Das Zusammenstellen ist simpel. Erzeugen Sie die von Ihnen gewünschten Verzeichnisse, markieren Sie danach im linken Fenster die zu speichernden Dateien oder Verzeichnisse und im rechten Fenster das Verzeichnis, in das sie gebrannt werden sollen. Ein Klick auf Hinzufügen fügt Ihre Auswahl hinzu. Ein letzter Klick auf OK bringt Sie zurück ins Ausgangsfenster. Das von Ihnen erzeugte ISO-Image sollte sich jetzt im Eingabefeld Abbilddatei finden lassen.

Wenn Sie bei Ihrer CD auf Bootfähigkeit verzichten können, braucht Sie das Feld Boot-Abbild nicht weiter zu interessieren. Ansonsten geben Sie hier die Boot-Image-Datei an, die an den Anfang der CD gebrannt werden soll, um sie startfähig zu machen. Wichtiger für die Meisten dürfte das Feld Abbild-Typ sein. Möchten Sie die CD sowohl unter Linux als auch unter Windows 9x oder NT lesen, entscheiden Sie sich für den Typ Rock-Ridge+Win9x/NT (Abbildung 5).

Abbildung 5

Abbildung 5: Das Beste aus beiden Welten

Die Optionen auf der rechten Seite unter CD-Identifizierung behandeln eher kosmetische Gesichtspunkte. Im Feld Volume-ID können Sie Ihrem Baby einen Namen geben. Unter Windows erscheint dieser im Explorer beim jeweiligen Laufwerksbuchstaben. Veröffentlicht von: und Vorbereitet von: wären passende Plätzchen für Ihren Namen. Da diese beiden Einträge im Inhaltsverzeichnis der CD abgespeichert werden, kann das bei Copyrights ganz sinnvoll sein. Im Feld App.-ID tragen Sie z.B. das Datum ein, an dem Sie die CD gebrannt haben.

Viel wichtiger sind die Punkte im Bereich Optionen. Die Optionen Erzeuge CD-Abbild und Schreibe CD müssen Sie zum Brennen der CD aktivieren. Deaktivieren Sie Schreibe CD, wird nur eine Image-Datei erstellt, die Sie später oder mit einem anderen Programm brennen können. Ein Klick auf Bootfähige CD verhilft Ihnen zu einer bootfähigen CD, Multisession veranlasst Koncd dazu, die CD im Multisession-Modus zu brennen, sprich, Sie können später noch weitere Daten zur CD hinzuzufügen.

Der Punkt Abbild nicht löschen belässt die erzeugte Image-Datei auf der Festplatte, statt sie nach dem Brennen in Nichts aufzulösen. Diesen Plattenplatzfresser aufzuheben ist immer dann sinnvoll, wenn Sie mehrere CDs mit dem gleichen Inhalt brennen möchten. Doch nun wird es langsam Zeit, Ihrem Brenner Feuer unter dem H… zu machen, finden Sie nicht?

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LinuxUser 05/2014

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