xcdroast
Brennen mit Komfort
Konfiguration
Vor dem Einsatz von X-CD-Roast muss die Software konfiguriert werden. Beim ersten Start wird auf eines der neuen Features des Programms hingewiesen: Auch normale Anwender können in der aktuellen Version X-CD-Roast benutzen; früher war der Einsatz dem Administrator root vorbehalten. Weitere Informationen und spezielle Details finden sich in der Datei README.nonroot.
Die gesamte Konfiguration erfolgt in sechs Dialogen. Als erstes wird der CD-Writer ermittelt. Bei SCSI-Geräten ist dies wie üblich völlig problemlos. Dass CD-Writer als CD-ROM-Laufwerke erkannt werden, ist normal.
Wirklich detaillierte Informationen zur Hardware lassen sich in diesem Fenster mit einem Doppelklick auf das entsprechende Gerätesymbol anzeigen.
Auf die Problematik beim Einsatz von ATAPI-Writern wird an anderer Stelle eingegangen. Zu X-CD-Roast gehört die Datei README.atapi, in der einige spezielle Hinweise gegeben werden. Im Zweifelsfall und bei Problemen kann der Anwender immer auf das ausgezeichnete CD-Writing-HOWTO von Winfried Trümper zurückgreifen. Die neueste Version dieses Dokuments finden Sie im Internet unter http://www.linuxdoc.org/HOWTO/CD-Writing-HOWTO.html und auf der Heft-CD.
Im zweiten Dialog (Abbildung 2) werden spezielle Einstellungen zum CD-Writer vorgenommen. Die Brenngeschwindigkeit kann später noch manuell verändert werden, so dass hier nur eine Voreinstellung erfolgt.
Wie die Tooltips zeigen, ist die Lesekonfiguration in hohem Maße von der verwendeten Hardware abhängig. Nicht alle Geräte werten diese Einstellungen überhaupt aus. Oft führen zu hohe Werte für die Audio-Lesegeschwindigkeit auch zu Fehlern, so dass etwas geringere Werte oft optimalere Ergebnisse liefern. Die untersten beiden Einstellungen können bei Fehlern helfen. Hier liefert die Online-Hilfe recht ausführliche Informationen.
Image Files werden in dem Verzeichnis gespeichert, das Sie im dritten Dialog eingeben. Jedes gewünschte Verzeichnis kann durch den Button Hinzufügen aufgenommen werden. Allerdings muss in den Verzeichnissen Platz für jeweils mindestens ein (ganzes) Image File sein. Unter Verschiedenes können Sounds für unterschiedliche Zwecke definiert werden. Übrigens ist dazu keine Sound-Karte erforderlich, da X-CD-Roast auch den internen Lautsprecher ansteuern kann.
Die weiteren Möglichkeiten werden durch die Online-Hilfe ausführlich beschrieben. Auch die unter Optionen verfügbaren Möglichkeiten werden dort erklärt. Für den letzten Dialog, der die Zugriffsmöglichkeiten der Anwender eines Multi-User-Systems steuert, wird hier nochmals auf die Datei README.nonroot verwiesen: In ihr werden die Details zu diesem Feature erklärt. X-CD-Roast übernimmt dabei die Zugriffssteuerung selbständig. Über den Button Konfiguration speichern wird eine Konfigurationsdatei unter dem Namen xcdroast.conf im Verzeichnis /etc angelegt.
Praxis
Nach erfolgter Konfiguration kann X-CD-Roast eingesetzt werden. Durch OK wechselt das Programm in den Ausgangsmodus zurück. Zunächst soll eine CD kopiert werden.
Der Button CD duplizieren führt zum Fenster aus Abbildung 4.
X-CD-Roast unterscheidet hierbei automatisch zwischen Audio- und Daten-CDs. Zunächst ermittelt das Programm die Informationen der CD. Bei Audio-CDs können einzelne Tracks selektiv ausgewählt werden, und via CDDB-Abfrage können bei bestehender Internetverbindung zusätzliche Informationen abgerufen werden. Um eine Daten-CD zu kopieren, wird in der Regel zunächst ein Image File erstellt. Steht ein weiteres CD-Laufwerk zur Verfügung, kann natürlich auch zwischen beiden kopiert werden. Der Vorteil von Image Files besteht in der Möglichkeit, nur den CD-Writer zu benutzen und mehrere Kopien von einer CD relativ schnell erzeugen zu können (Abbildung 5).
Hier besteht die Möglichkeit, die Lesegeschwindigkeit und das verwendete Verzeichnis für Image Files manuell einzustellen. Nach dem Einlesen kann die Image-Datei durch CD verifizieren überprüft werden.
Einzelne (oder alle) Tracks einer Audio-CD lassen sich über Tracks abspielen auch zur Kontrolle ausgeben, bevor sie auf eine neue CD gebrannt werden.
Bei Audio-CDs kann der Anwender gezielt auf die einzelnen Tracks zugreifen, die die Musiktitel repräsentieren (Abbildung 6). Wenn die "Einlese-Option" Indexscan durchführen aktiviert wurde, dauert das Einlesen relativ lange; bei einigen CDs können diese Informationen nicht vollständig ausgelesen werden.
Einzelne Tracks können zu Testzwecken angehört werden. Das Brennen der CD erfolgt dann über den Dialog CD schreiben (Abbildung 7). Im Fenster sind nochmals die wichtigsten Parameter (wie etwa die Schreibgeschwindigkeit) zusammengefasst und können auch angepasst werden. Durch Simuliertes Schreiben wird der gesamte Schreibvorgang durchgeführt, allerdings bei ausgeschaltetem Schreib-Laser-Strahl.
Bei Audio-CDs können die Tracks automatisch aufgefüllt werden, damit aus beliebigen WAV-Files eine gültige (und damit auf normalen CD-Playern abspielbare) Audio-CD erzeugt wird. In manchen Fällen ist es notwendig, die Audio-Byteorder zu tauschen. Falsch erstellte CDs enthalten nur ein gleichmäßiges Rauschen.
CDRWs können nun mit X-CD-Roast vor dem Beschreiben gelöscht werden (Abbildung 8). Dies war bei Version 0.96 noch nicht möglich und musste immer auf der Kommandozeile erfolgen.
X-CD-Roast unterstützt die üblichen Varianten vom Löschen der gesamten CD (durch das komplette Überschreiben aller Spuren) bis hin zum Schnell-Löschen,bei dem nur das Inhaltsverzeichnis und PMA und Pregap gelöscht werden. Normalerweise reicht die letzte Variante vollkommen aus. Dieses Verfahren dauert nur ca. ein bis zwei Minuten.



