Erweiterbarkeit

Nimmt man diesen wichtigen Aspekt mit in die Bewertung von easyLinux auf, dann verliert easyLinux deutlich an Glanz. Der Paket-Manager für distributionseigene "Pakete" eProfile benötigt (hierin besteht interessanterweise eine deutliche Ähnlichkeit zu SuSEs YaST2) bei jeder Installation/Deinstallation von Paketen zunächst einmal die erste easyLinux-CD. Häufige CD-Wechsel sind also auch hier vorprogrammiert! Weiterhin vermissten wir eine explizite Funktion, mit der sich Online-Updates wie z. B. das auf KDE 2.0.1 (easyLinux-Homepage) in einem Rutsch erledigen lassen könnten.

Für distributionsfremde Pakete gibt es zwar eine (sogar ausgefüllte) RPM-Datenbank. RPM-Pakete lassen sich jedoch ggf. nur mittels einer älteren Version des Konsolen-Tools rpm bzw. des KDE-Frontends kpackage nachinstallieren. Da easyLinux voll auf KDE setzt, fehlen im Grundsystem weiterhin die notwendigen Bibliotheken für die erfolgreiche Einbindung von gtk+-basierten (GNOME-) Anwendungen.

Originell, aber veraltet

Das Konzept von EasyLinux hat prinzipiell einiges für sich: Was spricht dagegen, ein Linux-System zusammenzustellen, das sich in seinem äußeren Erscheinungsbild nicht allzu sehr von der für viele PC-Nutzer gewohnten Windows-Oberfläche unterscheidet, dem Absturz-geplagten Windows-Anwender aber endlich eine stabilere Systemumgebung bietet? Im Falle von easyLinux 2.2 eigentlich nur die Tatsache, dass das Paket inzwischen stark veraltet ist. Wenn die Entwickler von easyLinux in Zukunft schneller als bisher auf wichtige Neuerungen in der Linux-Szene (Kernel 2.4, USB, XFree 4.x mit 3D-Beschleunigung, KDE 2.1, …) reagieren, dann könnte easyLinux für viele Windows-Umsteiger zum Linux-System der Wahl werden. Derweil versucht Hersteller eIT allerdings mit easyLinux 2.4 nur auf internationalem Terrain sein Glück.

easyLinux 2.2

+ in vielen Fällen einfache Installation / Erstkonfigurationi

+ für Windows-Umsteiger: eSystem mit den diversen eTools

– Grundsystem inzwischen veraltet

– begrenzte Erweiterbarkeit des Systems

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