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Aller Anfang ist leicht

Wortmann Terra Optio X-800 mit SuSE Linux 7.0

Loading Linux

Unser Testgerät wurde mit einer vorinstallierten SuSE Linux 7.0 Personal Edition geliefert. Obwohl kein Monitor zum Lieferumfang gehört, war die grafische Oberfläche auf flimmerfreie 85 Hz Bildwiederholfrequenz bei 1024x768 Pixeln eingestellt. Probleme sind an der Stelle allenfalls mit LC-Displays oder alten Monitoren zu befürchten. Die im Mainboard integrierte AC-'97-Soundkarte war tadellos konfiguriert.

Sehr lobenswert ist, dass Wortmann die Zusatz-CD mit KDE-2 und XFree86 4.0.2 mitliefert und auch installiert hat. Zu einer perfekten Einrichtung muss Wortmann allerdings noch ein paar Hausaufgaben erledigen. So war zum Beispiel auf der Text-Konsole kein Framebuffer-Modus aktiviert, entsprechend riesig waren die Zeichen auf unserem 17-Zoll-Monitor bei einer Darstellung bei 25 Zeilen mit je 80 Zeichen. Die XFree86-Einrichtung war ebenfalls nicht komplett – auch wenn noch kein hardware-beschleunigter GLX-Treiber für die Rage-128-Familie zur Verfügung steht, hätte zumindest der DRI-Support für direkte Grafik-Ausgabe und der Software-3D-Bibliothek (Mesa) installiert werden können. Ansonsten könnte Wortmann überlegen, Grafikkarte mit nVidia-Chipsatz einzusetzen, hier sieht es mit der Treiber-Lage deutlich besser aus.

Ebenfalls nicht unproblematisch ist die Einbindung der Microsoft IntelliMouse Web PS/2. Dieser Nager kommt gleich mit vier Tasten und einem Mausrad daher, ließ sich aber nicht zuverlässig als IMPS/2-Maus anmelden. Sporadisch kam es zu "Hängern", bei denen man das Mausrad bewegen musste um weiter zu machen. Die Zusatztasten neben der rechten und linken Maustaste waren überhaupt nicht belegt, auch fehlte die Einbindung des Maus-Rads in der Werkskonfiguration.

Fazit

Der Wortmann Terra Optio X-800 ist eine gute Arbeitsplattform. Nicht nur das erweiterbare Gehäuse mit ausreichend Platzreserven, auch die qualitativ hochwertigen Einzelkomponenten zeichnen dieses Gerät aus. Einzig die Linux-Installation darf noch verbessert werden, um auch den Anforderungen der Spiele-Freaks zu genügen. Geteilter Meinung kann man über die Passwort-Politik von Wortmann sein: Es wird der Standard-Benutzer optio eingerichtet, dieser bekommt aber genau wie der Systemadministrator root ein leeres Passwort. Der Vorteil gegenüber einem Standard-Passwort für beide Benutzer ist, dass der Zugang mittels SSH bei leerem Passwort verweigert wird. Telnet hat Wortmann vorsorglich abgeschaltet, so dass im ersten Moment von außen niemand herein kommen kann. Dennoch sollte man in Zukunft ein Merkblatt zum Rechner legen, der auf die leeren Passworte aufmerksam macht und die Vorgehensweise zur Passwortvergabe beschreibt.

Terra Optio X-800

Pentium-III 800 MHz (133 MHz FSB), FCPGA
Chipsatz Intel 815 Solano (Ultra-DMA 66)
128 MByte RAM (PC-133), Infineon
Grafikkarte ATI Xpert 2000, 32 MB, AGP (Rage 128 GL)
20 MByte Festplatte
8-fach DVD-ROM-Laufwerk (nur CD-bootfähig)
Midi-Tower-Gehäuse mit 7 Laufwerksschächten
Tastatur, Microsoft-Maus
Preis: 1530 Mark
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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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