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Praktische Übungen mit K. im Büro

Workshop KOffice – Teil 2

Eye catcher

Zum Schluss fehlt als Blickfang nur noch eine kleine Grafik, die – genau in der Mitte der Seite plaziert – den Gesamteindruck unserer Zeitschrift abrunden soll. Widerstehen Sie dabei nicht der Versuchung und fügen im Texteingabe-Modus eine Grafik über den Menüpunkt Einfügen/Bild in Ihren Text ein. Eine einmal auf diese Weise eingefügte Grafik wird ähnlich wie ein normales Zeichen im Text behandelt. Das bedeutet vor allem, dass Sie die Position und die Größe dieser Grafik nur erschwert, bzw. gar nicht mehr ändern können. Erstellen Sie stattdessen einen Grafikrahmen über die Werkzeugleiste (viertes Symbol von oben). Alternativ führt auch der Menübefehl Werkzeuge/Bildrahmen erstellen zum entsprechenden Dialogfenster. Nach der Wahl der zu importierenden Bilddatei verwandelt sich der Mauszeiger, wie schon beim Erstellen des Textrahmens, in ein Fadenkreuz. Klicken Sie nun die Stelle in Ihrem Dokument an, an der die Grafik eingefügt werden soll. Sobald KWord das Bild auf der Seite plaziert hat, werden Sie feststellen, dass sich das Objekt weder in seiner Größe noch in seiner Lage verändern lässt. KWord scheint diese Grafik "festzuhalten". Dieses Verhalten ist auf den noch aktivierten Textbearbeitungs-Modus zurückzuführen. Um wieder in den Rahmenbearbeitungs-Modus zurück zu gelangen, klicken Sie in der Werkzeugleiste das zweite Symbol von oben an oder wählen aus dem Menü den Punkt Werkzeuge/Rahmen bearbeiten. Nun können Sie den soeben erstellten Grafikrahmen anklicken und anschließend seine Größe und Lage modifizieren.

Um das markierte Objekt in seiner Größe zu verändern, positionieren Sie den Mauszeiger, genau wie bei den Textrahmen, auf einem der kleinen Kästchen, bis er zu einem Pfeil mit zwei Spitzen wird. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie anschließend das Objekt in die gewünschte Größe. Das Verschieben der Grafik an eine andere Position erfolgt auf eine ähnliche Weise: Plazieren Sie den Mauszeiger auf dem Objekt, bis er sich in einen Doppelpfeil verwandelt. Nun können Sie bei gedrückter linker Maustaste das Bild an seine neue Position bringen.

Sollte die Grafik andere Textrahmen überlappen, so kann KWord den darin enthaltenen Text um das Grafikobjekt herumfließen lassen. Dieses Verhalten können Sie aktivieren, indem Sie über dem Textrahmen, auf dem sich das betreffende Objekt befindet, die rechte Maustaste betätigen. In dem nun erscheinenden Kontextmenü wählen Sie Eigenschaften und dann das Register Textumfluss. Hier können Sie einstellen, auf welche Weise der Text um das Objekt herum fließen soll.

Abbildung 11: Die fertige erste Seite des Frankentalechos, wobei der Text die Grafik umfließt

Mit diesem Zeitungsbeispiel soll auch die Vorstellung der Textverarbeitung KWord enden. Wie Sie sehen konnten, bietet der zunächst sicherlich etwas gewöhnungsbedürftige rahmenorientierte Ansatz einen guten Ausgangspunkt, um recht komplexe Dokumente auf relativ einfachem Wege zu erstellen.

Beim nächsten Mal wollen wir einen Blick auf die nicht minder interessante Tabellenkalkulation KSpread werfen, deren Funktionsumfang sich bereits jetzt mit so manchem Profi-Programm messen kann.

Der Rest vom Schützenfest

Über die im Artikel genannten Funktionen hinaus bietet KWord noch einige weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Stellvertretend sollen im Folgenden kurz die Erzeugung von Kopf- und Fußzeilen und der Einsatz von Styles vorgestellt werden.

Um eine Kopf- bzw. Fußzeile zu erzeugen, wählen Sie den Menüpunkt Ansicht/Kopfzeile bzw. Ansicht/Fußzeile. KWord erstellt dann am oberen bzw. unteren Seitenrand jeweils einen zusätzlichen Textrahmen, in den Sie Ihren Kopf- bzw. Fußzeilentext eingeben können.

Bei den sog. "Styles" handelt es sich um Formatvorlagen, die in ähnlicher Form auch in anderen Textverarbeitungen vorhanden sind. Falls Ihr Dokument wiederkehrende, aufwendige Formatierungen enthält, können Sie diese in einem Style speichern. Um Ihrem später eingegebenen Text das gewünschte Layout zu verpassen, genügt dann die Aktivierung des entsprechenden Styles. KWord bringt bereits von Haus aus einige Styles für die unterschiedlichsten Zwecke mit. Sie können einen Style aktivieren, indem Sie die gewünschte Vorlage aus der Liste, die sich in der zugehörigen Symbolleiste äußerst links befindet, auswählen. Um selbst eine neue Stilvorlage anzulegen, müssen Sie den Menüpunkt Extra/Vorlage aus Dokument erstellen... aufrufen und anschließend im neu geöffneten Fenster auf Hinzufügen klicken. Stellen Sie dort über die entsprechenden Schaltflächen alle Textattribute ein, die in Ihrer Stilvorlage enthalten sein sollen und klicken Sie anschließend auf OK. Ab sofort sollte sie in der bereits erwähnten Liste in der Symbolleiste zur Auswahl stehen.

Ansichtssache

Jede Anwendung aus KOffice ist in der Lage, verschiedene Ansichten eines Dokumentes gleichzeitig einzublenden. Dazu muss die entsprechende Anwendung ohne den KOffice-Arbeitsplatz laufen. Sollte letzteres bei Ihnen der Fall sein, wählen Sie aus dem Menü Ansicht/Neue Ansicht. Hierdurch wird ein neues Anwendungsfenster mit gleichem Inhalt geöffnet. Über Ansicht/Ansicht teilen können Sie dieses Fenster nun in zwei weitere Fenster unterteilen. Auf diese Weise wird es möglich, zwei verschiedene Stellen des Dokumentes gleichzeitig zu betrachten – das umständliche Scrollen kann somit entfallen. Im Menü Ansicht befinden sich übrigens noch einige weitere Unterpunkte, mit denen Sie diese Ansichten steuern können.

Vorlagen in KWord selbst erstellen 

Das Erstellen einer eigenen Vorlage ist in KWord durch den entsprechenden Assistenten fast ein Kinderspiel. Legen Sie zunächst auf dem bekannten Weg ein KWord-Dokument an, das genau den Inhalt besitzt, mit dem später die Vorlage erzeugt werden soll. Sie können dazu alle Werkzeuge und Funktionen verwenden, die KWord bereithält. Wählen Sie dann aus dem Menü den Punkt Extra/Vorlage aus Dokument erstellen. Geben Sie in dem nun angezeigten Fenster Ihrer Vorlage im entsprechenden Feld einen Namen. In der Liste darunter finden Sie alle Gruppen wieder, in die Sie Ihre Vorlage einordnen können. Bei der Auswahl der Vorlagen entspricht die übergeordnete Gruppe genau einem Registerblatt, auf dem später die einzelnen, untergeordneten Vorlagen zur Auswahl angeboten werden. Über Gruppe hinzufügen können Sie ein neues Registerblatt erzeugen. Haben Sie sich für eine Gruppe entschieden, klicken Sie einfach auf OK. Ab sofort werden Sie bei der Erstellung eines neuen Dokumentes auch Ihre eigene Vorlage auswählen können.

Infos

[1] KDE-Homepage: http://www.kde.org/

[2] KOffice-Homepage: http://www.koffice.org/

[2] Workshop-Teil 1 in LinuxUser 03/2001

Der Autor

Tim Schürmann ist Student der Informatik an der Universität Dortmund und fragt sich, wieso der Linux-Pinguin kein Federkleid, sondern ein auf Hochglanz poliertes Äußeres hat.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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