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Red Hat 7 im Test

Erweiterbarkeit

Das Standard-Paketformat RPM stammt ja bekanntermaßen von Red Hat (RPM: Red Hat Package Manager). In Kombination mit einer ebenfalls recht eigenmächtigen Umstellung des Standard-GNU-Compilers hat Red Hat in Version 7 wieder einmal als erster eine neue RPM-Version (4) eingeführt und wurde für diesen Vorstoß von vielen Linux-Entwicklern kritisiert. Als RPM-Frontend stellt Red Hat 7 dem Desktop-Anwender bislang lediglich GnoRPM und (im Falle von KDE: kpackage) zur Verfügung. Immerhin existiert aber optional (nach Registierung) eine passable Online-Update-Funktion.

Ausblick auf Red Hat 7.1

Leider lag uns kurz vor Redaktionsschluss nur eine Beta-Version ("Wolverine") der in Kürze erwarteten Red Hat 7.1 vor. Hier eine kleine Feature-Liste mit den voraussichtlichen Highlights:

  • Kernel 2.4.x
  • USB-Hot-Plugging-Support
  • XFree86 4.0.2
  • GNOME 1.4
  • KDE 2.1
  • Hardware-Konfigurationszentrum

Es ist anzunehmen, dass Red Hat die Version 7.1 kurz nach Erscheinen der endgültigen Version von GNOME 1.4 fertigstellen wird.

Warten auf 7.1?

Bislang vermisst man bei Red Hat im Desktop-Bereich eine mit den bisherigen Leistungen im Server- und Entwickler-Bereich vergleichbare Innovationskraft. Mit der Deluxe-Version erhält man als Desktop-Anwender für sein Geld zwar eine Menge Software-Pakete – gerade Linux-Neulinge finden hier aber noch wenig komfortable Unterstützung für ihre alltäglichen Aufgaben. Wer sich etwas gedulden kann, sollte im Zweifelsfall lieber noch so lange warten, bis Version 7.1 erscheint.

Red Hat Linux 7

+ komfortable Installation

+ riesiger Paketumfang

– kein zentrales Konfigurations-Tool

– mäßige Qualität des Paket-Manager

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