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Red Hat 7 im Test

01.04.2001 Auch der Distributor mit dem roten Hut bietet für den normalen Desktop-Anwender eine Linux-Variante an. LinuxUser hat sich die derzeit auf dem Markt befindliche Red Hat 7 Workstation Deluxe mal etwas näher angeschaut.

Eines steht fest: Bei Red Hat bekommt man viel Software für's Geld: Sage und schreibe zehn CDs, vollbepackt mit freien Programmpaketen, kommerziellen Demos und Dokumentationen, liegen der Workstation-Variante bei. Neuerdings gibt es für einen geringen Aufpreis in der Update-Bundle-Version sogar nochmal vier CDs obendrauf. Aber steckt hinter soviel Masse auch wirklich Klasse?

Installation

Abbildung 1

Abbildung 1: Red Hat 7 bietet einen übersichtlich strukturierten und hübsch anzusehenden grafischen Installer

Man ahnt bereits beim ersten Blick auf den grafischen Installer, dass Red Hat das gtk+-Look & Feel des GNOME-Desktops favorisiert. Die USB-Maus verrichtet dank der sehr guten automatischen Hardware-Erkennung sofort ihre Arbeit. Ob es sinnvoll ist, sich in die Hände der automatischen Partitionierung zu begeben, sei hier dahingestellt. Entgegen dem derzeitigen Trend verzichtet Red Hat aber bislang auf die Vorzüge des Journaling-Dateisystems Reiserfs. Generell scheint Red Hat in Sachen Partitionierung lieber auf Bewährtes (Disk Druid, fdisk) zu setzen. Entscheidet man sich für die Installationsklasse Workstation empfiehlt Red Hat konsequenterweise GNOME als Standard-Desktop, es lässt sich aber auch eine KDE-Workstation installieren. Alles in allem dürfte die Installation dank guter Online-Hilfe auch für Anfänger gut zu bewältigen sein.

Erstkonfiguration

Abbildung 2

Abbildung 2: Wenn man es findet, erhält man bei Red Hat ein komfortables ISDN-Konfigurations-Tool

Der GNOME-Desktop wirkt nach dem ersten Login zwar alles in allem recht aufgeräumt, ein paar Hinweise, wie es denn nun weitergeht, hätten dem Linux-Neuling allerdings sicher weitergeholfen. Immerhin existiert auf dem Arbeitsplatz bereits ein Programm-Icon zur Konfiguration des Internet-Zugangs per Modem. Viele grundlegende Konfigurationsschritte lassen sich mit dem menübasierten setup erledigen. Gerade für Windows-verwöhnte Linux-Einsteiger wäre aber ein zentrales X11-Konfigurations-Tool angebracht, in dem die vielen, tollen Helferlein gebündelt erreichbar sind.

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