Neue Anwendungen kurz vorgestellt

Frisch entdeckt

Persönliche Finanz-Manager Kapital und Moneyplex

Wer bislang unter Linux vergebens nach einem Ersatz für Intuit Quicken oder MS Money gesucht hat, wird sich sicherlich über die Nachricht freuen, dass es in einigen Monaten unter Linux möglicherweise gleich mehrere Homebanking-Alternativen geben könnte. Den Anfang macht die amerikanische KDE-Software-Schmiede theKompany.com mit ihrem persönlichen Finanz-Manager Kapital. Laut theKompany.com enthält das Programm in der endgültigen Version alles, was man als durchschnittlicher Quicken-Anwender im Alltag tatsächlich verwendet. Zu den besondere Highlights dürften jedenfalls der Import-/Export-Filter für QIF-Dateien und die integrierte Homebanking-Funktionalität gehören. Ab März können Interessierte für den Vorzugspreis von 24.95 US-$ (Download-Version) bzw. 29.95 US-$ zuzüglich Verpackung/Porto (Paket-Version) die Preview-Version von Kapital samt kostenloser Update-Option (gültig bis September 2001) online bestellen. Anwender aus deutschsprachigen Ländern werden sich allerdings noch einige Monate gedulden müssen, bis (hoffentlich bald) eine Anpassung an die hiesigen Verhältnisse (v. a. Kreditinstitute und deren Homebanking-Schnittstellen) erfolgt sein wird.

Aber auch hierzulande tut sich bei den Software-Häusern endlich was in Sachen Homebanking unter Linux. Zumindest hat die Aalener Firma matrica Informationstechnologien GmbH kürzlich bekanntgegeben, dass ihre Homebanking-Software Moneyplex voraussichtlich ab Mitte 2001 auch für Linux erhältlich sein wird. Die bereits seit mehreren Jahren erhältliche OS/2-Version dieser Finanz-Suite bringt so ziemlich alles mit, was man für ein bequemes und sicheres Homebanking benötigt: Umfassende private und geschäftliche Finanzverwaltung, HBCI-Fähigkeit, Import- und Export-Filter für gängige Dateiformate und vieles mehr. Man darf also gespannt sein, welche Features die Linux-Version mitbringen wird und vor allem, wie viel diese letztendlich kosten wird. Die OS/2-Version (inklusive Chip-Kartenleser) kostet derzeit nämlich je nach Ausführung zwischen 300 und 400 DM und ist damit vermutlich etwas zu teuer für den reinen Privatanwender. In einer der nächsten Ausgaben finden Sie einen Test zur Linux-Version von t@x2001 (http://www.buhl.de, 49,95 DM) – hier erreichte uns kurz vor Redaktionsschluss eine Vorabversion.http://www.thekompany.com/products/kapital/ http://www.matrica.de/moneyplx.htm

Video-/DVD-Player Open Media System

Rettung ist in Sicht für alle DVD-Freunde, die bisher unter Linux, wenn überhaupt, dann nur mit größter Mühe ihre DVDs abspielen konnten. Das LiVid-Team der neuen Website linuxvideo.org hat nämlich vor kurzem erstmals offiziell das Open Media System, kurz: OMS, für Interessierte zum Download bereitgestellt. Hauptkomponente von OMS ist derzeit der integrierte DVD-Player. Die Entwickler sind aber bestrebt, OMS mittelfristig zu einer universellen Open-Source-Plattform für diverse neuere Wiedergabemedien zu machen. Bislang kommen nur Besitzer von Matrox G200/G400- sowie ATI-Rage-Pro-Grafikkarten beim Abspielen von DVDs in den zusätzlichen Genuss 3D-beschleunigter Grafikunterstützung. Das LiVid-Team will aber natürlich so schnell wie möglich auch die weitverbreiteten nVidia- und 3dfx-Grafikchips hardware-beschleunigt unterstützen. Geplant ist darüber hinaus auch die Ausnutzung CPU-spezifischer 3D-Ergänzungstechnologien wie MMX, 3dNow und MVI. Voraussetzung für den Einsatz des DVD-Players unter Linux ist neben der erfolgreichen Übersetzung der auf der Heft-CD befindlichen Programmbestandteile nur ein richtig konfigurierter Linux-Kernel der Version 2.4.x. Für ältere Linux-Kernel der 2.2er Serie haben die Entwickler auf dem CVS-Server OMS ein CDROM-Patch-Modul bereitgestellt.http://www.linuxvideo.org/oms/

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