Wer die Wahl hat …

Linux-Distributionen für Einsteiger/Anwender

01.04.2001
Dass Linux heutzutage nicht nur als Server-Betriebssystem oder Entwickler-Plattform zuverlässig seinen Dienst verrichtet, sondern auch mehr und mehr für Desktop-Anwender eine ernsthafte Alternative zu kommerziellen Betriebssystemen darstellt, hat sich inzwischen ja schon herumgesprochen. Doch wie sieht es auf dem Desktop aus?

Einen ganzen Schwerpunkt zu aktuellen Linux-Distributionen zu machen, ist in vielerlei Hinsicht nicht ganz unproblematisch. Zu den schwerwiegendsten Entscheidungen zählt sicherlich die Wahl des Zeitpunkts für eine Testserie. Da die Hersteller von Linux-Distributionen ihre neuesten Paketzusammenstellungen zu verschiedenen Zeitpunkten und (mit wenigen Ausnahmen) auch in schwer vorhersehbaren Abständen auf den Markt bringen, lässt es sich kaum vermeiden, dass frisch erschienene Distributionen gegenüber ihren bereits längere Zeit auf dem Markt erhältlichen Konkurrenten einen gewissen Aktualitätsvorteil genießen, der sich nicht selten auch auf das Testergebnis insgesamt niederschlägt. Ein weiteres Problem liegt in den Bewertungskriterien selbst sowie deren Verdichtung zu einem gewichteten Gesamturteil.

Dennoch halten wir es für sinnvoll, ja geradezu notwendig, die verschiedenen Distributionen in regelmäßigen Abständen einer möglichst fairen Bewertung zu unterziehen. Ihnen kann ein solcher Vergleichstest als eine von vielleicht mehreren Grundlagen für eine eventuell anstehende Kaufentscheidung dienen. Nicht zu unterschätzen sind jedoch auch die Reaktionen, die solche Tests bei den Herstellern von Distributionen selbst auslösen können. Um nur ein Beispiel zu nennen: Noch vor zwei Jahren ließen sich die meisten Distributionen nur über recht eintönige und wenig übersichtliche Konsolenmenüs installieren. Auch die Administration des Systems erfolgte überwiegend durch derartige Programme, wenn überhaupt. Heutzutage gehört ein grafisches Installationsprogramm zum Standard-Repertoire der meisten Distributionen. Sicher: In den letzten Jahren haben sich einige technische Rahmenbedingungen verbessert. Dass sich aber inzwischen fast alle Distributoren so ins Zeug legen, eine möglichst komfortable und optisch ansprechende Installation und Konfiguration zu ermöglichen, liegt auch an den gestiegenen Erwartungen einer schnell wachsenden Gruppe von Linux-Usern.

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