Distributions-Terror

Distributoren nehmen den Linux-Kernel und eine Vielzahl von Libraries und Programmpaketen, führen eine Vorkonfiguration der Programme durch, spielen Patches ein und packen schließlich alles zu einem Komplettpaket zusammen, das sich hoffentlich kinderleicht auf dem PC des Käufers installieren lässt.

Keine Distribution ist gleich: Und es sind nicht nur die Kernel-Versionen und die Installations-Routinen, die den Unterschied ausmachen – Distributionen unterscheiden sich häufig auch in den Verwaltungs- und Konfigurationsabläufen so stark, dass man beim Systemwechsel verwirrt nach den elementarsten Einstellungen sucht.

Natürlich gibt es Versuche, Standards einzuführen. Die Linux Standard Base (http://www.linuxbase.org/) etwa verfolgt das Ziel, "eine Reihe von Standards zu entwickeln und promoten, die die Kompatibilität zwischen Linux-Distributionen erhöhen und es ermöglichen, dass Linux-Applikationen auf jedem (LSB-) konformen System laufen." Schaut man sich die Entwicklungen bei den Distributionen an, hat man aber eher den Eindruck, dass diese sich voneinander entfernen anstatt kompatibler zu werden. Auch in der Redaktion erreichen uns immer öfter Anfragen, warum denn dieses oder jenes Software-Paket nicht unter einer anderen Distribution eingesetzt werden kann…

FreeBSD kann's

Es gibt vielleicht ein Vorbild für Linux: FreeBSD, ein alter Unix-Clone, der in vielerlei Hinsicht sehr eng mit Linux verwandt ist ("echte Unixer" werden dieser Formulierung nicht zustimmen, aber oberflächlich betrachtet ist sie richtig). Hier gibt es keine Distributionen und also auch keine Probleme beim Einsatz von FreeBSD-Applikationen – allerdings ist auch FreeBSD nicht annähernd so erfolgreich wie Linux, das ist die andere Seite.

Zum Test versammelt

Nun gibt es im Linux-Umfeld eben eine Vielzahl von Distributionen, und die meisten treten heute mit dem Anspruch an, leicht zu installieren und benutzerfreundlich in der täglichen Bedienung zu sein. Das wollten wir doch mal sehen und haben sieben Distributionen einem Test unterzogen (ab S. 12).

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 03/2017: EFFIZIENTES BÜRO

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 1 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 3 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...