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Debian 2.2 R2 im Test

Erweiterbarkeit

Abbildung 2: Mit etwas Handarbeit lässt sich auch Debian als Desktop-System einsetzen, hier mit Paket-Manager dselect und apt-setup.

Wenn man sich erst einmal an das Zusammenspiel der Paket-Management-Tools apt (alternativ: GNOME-Frontend GNOME-apt) und dselect gewöhnt hat, dann wird die Erweiterung und Aktualisierung von Debian-Paketen zum wahren Genuss. Bei Debian kommt nämlich standardmäßig nicht das rpm-Format zum Einsatz (Konvertierung mit alien aber möglich), sondern ein eigenes Format mit der Endung .deb, das unter anderem auch Paketabhängigkeiten selbständig auflösen kann. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen sind somit z. B. Online-Updates mühelos möglich, ohne die Konsistenz des Gesamtsystems zu gefährden.

Stabil, aber kryptisch

Linux-Einsteiger und Nur-Anwender sollten von Debian 2.2 besser ihre Finger lassen. Es lässt sich zwar im Prinzip ohne Weiteres auch als Desktop-Betriebssystem einsetzen. Die anfänglichen Konfigurationshürden sind jedoch nicht zu unterschätzen. Für Einsteiger und Anwender eher interessant sind da schon eher CorelLinux OS, Stormix oder Linux by Libranet, die auf Debian basieren und unter anderem auch grafische Installer mitbringen. Die meisten dieser Debian-Aufsetzer sind momentan allerdings nicht mehr auf dem aktuellsten Stand bzw. nur auf nordamerikanische Verhältnisse angepasst.

Debian 2.2 R2

+ Preisgünstig erhältlich

+ sehr gute Erweiterbarkeit

– Installation und Erstkonfiguration unkomfortabel

– CD-Distribution ist inzwischen veraltet

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