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01.03.2001

K-splitterVerwandlungskünstler

Wer sagt, dass Klatsch und Tratsch in einer Linux-Zeitschrift keinen Platz haben? K-splitter plaudert Monat für Monat aus dem KDE-Nähkästchen, posaunt Neuigkeiten aus der K-Welt aus und schaut hin und wieder neugierig hinter die Kulissen.

Öfter mal was Neues

Dass der Konqueror die eierlegende Wollmilchsau unter den Dateimanagern und Webbrowsern ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Was Sie vielleicht noch nicht wissen, ist, dass er auch sein Aussehen gerne an Ihre persönliche Präferenzen anpasst.

Sie haben sich an Netscape gewöhnt und würden ein ähnliches Outfit beim Konqueror zu schätzen wissen? Gar kein Problem. Klicken Sie sich doch einfach mit ein paar Mausklicks im KDE Kontrollzentrum Ihr Netscape-Look-A-Like zusammen.

Öffnen Sie dazu das Kontrollzentrum, und wählen Sie dort den Menüpunkt Erscheinungsbild/Symbole. Den Tab Theme können Sie so lassen, wie er ist. Richtig interessant wird es erst unter dem Punkt Effekte. Um von denen so richtig was zu haben, sollten Sie zunächst im Bereich Größe/Allgemein die Zahl auf mindestens 32 heraufsetzen. Wählen Sie danach den Tab Effekte an (Abbildung 1).

Abbildung 1

Abbildung 1: Effektiv

Um dem Konqueror endgültig ein neues Outfit zu verpassen, klicken Sie zuerst den Punkt Hauptwerkzeugleiste im Bereich Verwendung des Symbols mit der Maus an. Fertig? Dann wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit dem Bereich Effekte zu. Wählen Sie zunächst den Punkt Standard -- Standardmäßiges Aussehen des Symbols mit der Maus an, und entscheiden Sie sich danach im Pulldown-Menü Effekt für Einfärben.

Das war es auch schon fast. Denn auch bei den beiden anderen Punkten Aktiv -- Die Maus befindet sich über dem Symbol und Deaktiviert -- Das Symbol kann nicht benutzt werden müssen Sie Einfärben auswählen. Mit einem kleinen Unterschied: beim letzten Punkt sollten Sie das Feld Semi-transparent aktivieren. Beim nächsten Start erstrahlt Ihr Konqueror dann in völlig neuem Glanz (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Ein völlig neuer Look

Netscape hat Ihnen nie wirklich gefallen, und als Dateimanager hängen Sie immer noch am Windows-InternetExplorer? Auch hier müssen Sie nicht auf Vertrautes verzichten. Denn mit ein paar kleinen Änderungen tummelt sich der Konqueror gerne auch im Explorer-Look auf Ihrem Desktop. Wählen Sie in diesem Fall im Bereich Effekte beim Punkt Standard -- Standardmäßiges Aussehen des Symbols statt Einfärben Kein Effekt an. Gleiches gilt für den Punkt Aktiv -- Die Maus befindet sich über dem Symbol. Deaktiviert -- Das Symbol kann nicht benutzt werden erhält den Wert Nach Grau, und schon sieht Ihr Dateimanager guten alten Bekannten verblüffend ähnlich (Abbildung 3).

Abbildung 3

Abbildung 3: Da werden Erinnerungen wach…

Frauen-Power

Wer immer noch meint, dass Computer und Linux reine Männer-Domänen sind, der kennt das neueste KDE-Projekt KDE-women noch nicht. Auf dessen Mailingliste (zu erreichen unter http://master.kde.org/mailman/listinfo/kde-women) treffen sich interessierte Frauen (Männer sind jedoch nicht ausgeschlossen), die hinter die Kulissen von KDE schauen wollen. Aber nicht nur virtuell, sondern auch im realen Leben funktioniert der Austausch – wie dem Artikel "Drachen-Ladies speien Feuer…" in diesem Heft zu entnehmen ist.

Für all diejenigen Frauen, die sich lieber in Deutsch über Linux und natürlich auch KDE austauschen möchten (KDE-women ist leider englischsprachig), hier noch ein kleiner Geheimtipp: Lynn. Auf dieser mittlerweile sehr lebendigen Liste tauschen Frauen der verschiedensten Kenntnisstufen Tricks und Kniffe über ihre (Linux-)Rechner aus. Anmelden kann frau sich mit einer Mail mit dem Subject subscribe lynn an listar@lists.answergirl.de oder über das Webinterface unter http://lists.answergirl.de.

Gut dokumentiert

Doch eher zeitintensiv ist das Aufsetzen all der Pakete, die das neue KDE-Dokumentationsformat DocBook zum reibungslosen Betrieb benötigt. Nicht selten drücken sich die Entwickler von daher darum herum. Die Macher von KDE.com haben sich deshalb dazu entschlossen, dokumentationswilligen Developern die Arbeit ein wenig zu erleichtern.

Künftig reicht es, den DocBook Documentation Generator unter http://www.kde.com/devel/docbook.php anzusteuern, dort einen Account anzulegen (so man nicht schon einen für KDE.com oder APPS.KDE.com besitzt), und danach die index.docbook-Datei hochzuladen. Wenige Minuten später stehen die aus der DocBook-Datei generierten HTML-Dateien zum Download bereit.

Nichts Neues unter der Sonne?

Auch wenn das Release der KDE-2.0er-Version noch gar nicht solange zurück liegt, macht sich jetzt bereits Version 2.1 auf, unser aller Desktop zu erobern. Selbst wenn Sie der nächste Monster-Download schocken sollte: Geben Sie sich einen Ruck, und trauen Sie sich. Denn neben etlichen Bugfixes wartet diese Version mit so manchem zusätzlichen Feature und Programm auf. So haben sich zum Beispiel die beiden Killerapplikationen Pixie, Mosfets Grafik-Allzweckwaffe, und KDevelop, die KDE-Entwicklungsumgebung, ihren Platz in den Stammpaketen erobert.

Auch die Desktop-Kosmetik dürfte mit dem langerwarteten Theme-Manager gleich noch einmal so viel Spaß machen; von den neuen Icons und dem einen oder anderen grafischen Zusatz-Effekt ganz zu schweigen.

Ein gründliches Facelifting hat das KDE-Panel erfahren. Neben Subpanels und einem externen Pager wurde vor allem die Unterstützung für Applets stark verbessert. WindowMaker-Applets unter KDE bleiben damit nicht mehr länger nur ein schöner Traum.

Eine ausführliche Beschreibung der Neuerungen und weitere Informationen zur aktuellen Beta erfahren Sie wie gewohnt unter http://www.kde.org/.

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