Zu Befehl:BitchX und ircII

ircII und BitchX

Mit X-Chat haben wir Ihnen im vorherigen Artikel einen komfortablen IRC-Client vorgestellt, der sich prima mit der Maus über Menüs steuern und konfigurieren lässt. Auch haben wir erste Geheimnisse aus der Welt der Chat-Räume und IRC-Server gelüftet. Mit den IRC-Programmen auf der Kommandozeile eröffnen sich neue Perspektiven für das Durchwandern virtueller Welten.

Bei den meisten Distributionen mitgeliefert und auch standardmäßig installiert ist das erste Programm, das in dieser "Zu Befehl"-Folge vorgestellt wird: irc oder auch ircII. Häufig ist ersteres nur ein Link, der auf ircII zeigt – tippen Sie auf der Kommandozeile also einfach mal irc. Jetzt haben Sie, wie die Man-Page verrät, ein IRC-Interface im Vollbildmodus. Das Fenster ist aufgesplittet: Der obere Teil zeigt, was auf dem Server passiert, unterhalb der invers hervorgehobenen Zeile haben Sie eine Zeile frei, um Ihre eigenen Eingaben zu tippen. Wie Sie einen Channel betreten (/join #channel) oder eine private Unterhaltung starten (/query nick), hat der X-Chat-Artikel bereits ausführlich gezeigt. Bevor Sie sich mit ircII aber an solche Dinge heranwagen, sollten Sie das Programm ein wenig konfigurieren.

Abbildung 1: "ircen" auf der Kommandozeile

Gut gewappnet…

Als Default-Nickname wählt das Programm für Sie den Usernamen vom eigenen Computer aus. Sollte dies nicht gewünscht sein, schafft ein /nick neu Abhilfe. Übrigens: Die meisten User setzen einfach einen Unterstrich vor oder hinter ihren Nickname, falls ein zweiter User diesen in Beschlag genommen hat und sie weiterhin im Channel erkannt werden möchten. Ein nick_ ist also durchaus üblich und praktisch.

Diesem Nickname können Sie jetzt mit dem /mode-Kommando interaktiv bestimmte Eigenschaften mit auf den Weg geben. Soll er außerhalb eines Channels unsichtbar sein, setzen Sie sich selbst mit /mode nick +i auf "invisible". Möchten Sie Nachrichten vom IRC-Server erhalten, können Sie /mode nick +s aufrufen (Vorsicht – dies geht nicht bei allen IRC-Servern). Solche Aufrufe können mit /mode nick +si auch kombiniert werden; entfernen können Sie diese Eigenschaften wieder mit /mode nick -si. Wer sich hinter einem Nickname verbirgt, können Sie mit /whois nick herausfinden. Für eine gewisse Zeit nach dem Ausloggen liegt auch noch die Information auf dem Server, wer der Benutzer des Nicknames war: /whowas nick. Wenn Sie einen User erwarten möchten, d. h. eine Meldung bekommen, wenn sich derjenige anmeldet, hilft das Kommando /notify nick weiter.

Server, Server, wechsel Dich

Wenn Sie im IRC-Net (s. Artikel zu X-Chat) über die dauernden Net Splitsfrustriert sind, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, ein anderes Netz oder einen anderen Server auszuprobieren. Unter dem Sammelbegriff irc.kde.org sind mehrere kleinere Server zusammengeschlossen, die jede Menge Channels rund um die Themen Linux und KDE bieten. In einer bereits bestehenden IRC-Session erreichen Sie diesen Server-Wechsel durch /server irc.kde.org, und der Austausch wird vollzogen. Dabei verlieren Sie allerdings nicht nur den OP-Status auf allen Channels (sofern Sie diesen hatten), auch alle anderen persönlichen Einstellungen (z. B. +i) gehen verloren.

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