Schneetreiben

01.03.2001
LinuxUser stellt Ihnen an dieser Stelle Monat für Monat neue Programme vor, die es unserer Meinung nach Wert sind, dass man sie mal ausprobiert oder zumindest im Auge behält. Linux-Neulinge aufgepasst: Es werden in dieser Rubrik auch Programme vorgestellt, die noch so neu sind, dass deren Installation unter Umständen nicht auf jedem Linux-System auf Anhieb funktioniert und die daher eher für fortgeschrittenere Anwender gedacht sind!

Bildbearbeitung Gimp 1.2.1

Es scheint fast so, als wollten die Gimp-Entwickler ihren Anwendern ein besonderes Weihnachtsgeschenk machen, als sie pünktlich zu den Festtagen eine weitere stabile Version ihrer Bildbearbeitung zum Download bereitstellten. Inzwischen gab es bereits eine weitere Minor-Release, die in erster Linie einige Fehler der ersten 1.2er-Version behoben hat. Mehr zu den neuen Features von Gimp 1.2 erfahren Sie weiter hinten in dieser Ausgabe. Natürlich befindet sich die neueste Version auf unserer Heft-CD. http://www.gimp.org

Fax-Verwaltung KMLOFax 2.0

Wenn bei Ihnen das Elsa MicroLink(TM) Office-Modem zum Einsatz kommt und Sie gerne dessen Fax-Speicher unter Linux verwalten wollen, dann dürfte KMLOFax genau das Richtige für Sie sein. Mit diesem KDE-Programm können Sie nämlich die Faxe aus dem Faxspeicher Ihres Modems laden und dann weiterverarbeiten. Die aktuelle Version 2.0 erlaubt es zudem, dass Sie Faxdokumente über das Modem als E-Mails versenden. Das Tool ist sowohl in einer KDE1- als auch in einer KDE2-Variante kostenlos erhältlich unter http://www-public.tu-bs.de:8080/~y0000441/kmlofax_d.html

Datei-Manager XNC 4.4.0

Der X Northern Captain des russischen Autoren-Teams um Leonid Khramov ist eigentlich mehr als nur ein gewöhnlicher Datei-Manager. Ursprünglich entstanden als X11-Clone des Konsolen-Klassikers Northon Commander hat sich XNC zu einer komfortablen Datei-Management-Suite unter X11 entwickelt, die in Kombination mit einem Window-Manager durchaus als Ersatz für etablierte Desktop-Umgebungen wie KDE oder GNOME eingesetzt werden kann. Dank des eingebauten IVE-Systems lassen sich auch die gängigsten Bildformate sowie ASCII- und Hexadezimal-Formate darstellen und ggf. editieren. Dank eines neu implementierten Plugin-Mechanismus kann man in der neuesten Version nun auch das Aussehen von XNC verändern. Sie finden die aktuelle Version auf der Heft-CD oder unter http://xnc.dubna.su/

Web-Browser Mozilla 0.7

Anfang Januar ist eine neue Version des Open-Source-Web-Browsers Mozilla erschienen. Neben einigen Detail-Verbesserungen wurde erstmals ein Personal Security Manager in die Browser-Suite integriert. Vergleichen Sie hierzu auch den Vergleichsartikel über aktuelle Web-Browser in diesem LinuxUser, in dem stellvertretend für den neuen Mozilla der Browser-Aufsatz Galeon vorgestellt wird. http://www.mozilla.org

Intranet-Messaging-System Spat 1.0

Der GNOME-Desktop wird um ein weiteres wertvolles Programm reicher. Auf dem Linux-Desktop suchte man lange Zeit vergebens nach einer kleinen und unkompliziert einsetzbaren Messaging-Suite für´s Intranet im Stile von Winpopup unter Windows. Spat könnte diese Lücke nun schließen. Die erste Major-Release 1.0 von Spat bringt bereits die volle Chat-Funktionalität für Netzwerkgespräche zu zweit oder in größeren Gruppen mit. Selbstverständlich lässt sich Spat in der aktuellen GNOME-Version auch als jederzeit greifbares Applet ins GNOME-Panel integrieren. Sie finden das Messaging-System auf unserer Heft-CD oder unter http://spat.codehost.com/

Flash Player 5 für Linux

Ungefähr ein viertel Jahr nach dem Erscheinen der Windows-Version hat der Marktführer in Sachen Web-Grafiken Macromedia Ende Januar seinen Flash-Player 5 in Form eines Netscape-Plugins auch für Linux zum Download zur Verfügung gestellt. Der Flash-Player wird als Browser-Ergänzung benötigt, um die zunehmende Anzahl an Web-Seiten betrachten zu können, die mit Flash erstellte Vektoranimationen enthalten. Näheres zur Installation finden Sie in diesem Heft-Schwerpunkt im Artikel über Browser-Plugins. Das Tar-Archiv mit den Plugin-Bibliotheken befindet sich auch auf der Heft-CD im dortigen Unterverzeichnis plugins oder alternativ unter http://www.macromedia.com/shockwave/download/alternates/

Neue Distributionen

Nach dem großen Versionswurf der bedeutendsten Linux-Distributoren im Herbst 2000 ist es in den letzten Monaten in Sachen neue Linux-Distributionen eher still geworden. Die neue Kernel-Major-Release 2.4 um die Jahreswende hat das Distributionskarussel aber wieder mächtig in Schwung gebracht. Ab 10.2.2001 liefert der deutsche Marktführer SuSE seine neue Version 7.1 an kaufwillige Linux-Anwender (Personal-Edition mit 3 CDs á 89 DM) und Profis (Professional-Edition mit 7 CDs und 1 DVD á 129 DM) aus. Auch beim anderen großen Distributor Red Hat dürfte Version 7.1 in einigen Wochen erscheinen. Eine erste Beta-Version wurde jedenfalls Ende Januar zu Testzwecken auf dem Ftp-Server bereitgestellt. Auch hier wird der neue Kernel zu den wichtigsten Neuerungen zählen. Mitte Februar wird darüber hinaus auch die erstmals in Paket-Form für 49,87 DM erhältliche Distribution icepack linux 1.0 an den Start gehen. Die neue deutschsprachige Distribution richtet sich besonders an Linux-Einsteiger und Anwender. LinuxUser wird übrigens in der nächsten Ausgabe alle aktuellen Distributionen testen. http://www.suse.de http://www.redhat.de http://www.icepack-linux.de

Was es sonst noch Neues gibt?

Der Marktführer im Bereich 3D-beschleunigter Grafikkarten nVidia hat eine neue Version 0.9-6 des proprietären nVidia-Treiberpakets veröffentlicht, die neben einigen Bugfixes auch mit der neuen Kernel-2.4-er Serie zusammenarbeiten soll. Spieler und andere 3D-Liebhaber, die ihren nVidia-3D-Chip auch unter Linux 2.4 voll ausreizen möchten, finden eine komplette Installationsanleitung bei http://www.holarse.de/index.php3?content=treiber_nvidia

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