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KOffice - Workshop

Praktische Übungen mit K. im Büro

Das erste Mal

Kword arbeitet mit zwei verschiedenen Eingabemodie: im standardmäßig eingeschalteten Textbearbeitungs-Modus können Sie die Inhalte der einzelnen Rahmen verändern, in diesem Fall also wie gewohnt Ihren Text eingeben, wohingegen der Rahmenbearbeitungs-Modus zum Anordnen aller, im Dokument vorhandenen Rahmen, wie z. B. der eingefügten Bilder, dient. Dieser zweite Modus dient somit zum ändern des Seitenlayouts.

Geben Sie nun, wie Sie dies möglicherweise bereits von anderen Textverarbeitungen her gewohnt sind, einen Beispielbrief, ähnlich wie in Abb. 3 dargestellt, ein. Lassen Sie zunächst noch alle speziellen Formatierungen, wie z. B. Fettdruck weg und konzentrieren Sie sich ganz auf den Inhalt. Damit das Datum in Ihrem Dokument genau wie in Abb. 3 erscheint, sind zwei Kniffe notwendig.

Abbildung 3: Der eingegebene Musterbrief

Zum einen brauchen Sie das Datum nicht selbst auszuschreiben. Für derartige, im Alltag oft verwendete Werte, wie Datum, Zeit oder die aktuelle Seitenzahl, stellt Kword sogenannte Variablen bereit, zu finden unter Einfügen/Variablen. Variabel hinter einem dortigen Eintrag bedeutet, dass diese einmal eingesetzte Variable immer automatisch von Kword aktualisiert wird. Ein z. B. auf diese Weise eingefügtes Datum würde nach dem Öffnen des Dokumentes immer das gerade aktuelle Datum ihres Computers anzeigen. Damit Sie auch bei einer späteren Bearbeitung Ihres Dokumentes erkennen können, welche Zeichen zu einer Variablen gehören, wird der so eingefügte Text in Ihrem Dokument grau hinterlegt.

Damit das Datum wie in Abb. 3 eingerückt erscheint, können Sie die von Kword zur Verfügung gestellten Tabulatoren verwenden. Um eine Tabulatormarke (engl. tab stop) anzuspringen, drücken Sie entsprechend oft die Tabulatortaste. Wo sich diese einzelnen Marken befinden, können Sie auf dem Lineal ablesen: immer dort wo ein entsprechender, schwarzer Haken plaziert ist, liegt ein solcher Ansprungspunkt. Um die vorhandenen Tabulatormarken in ihrer Position zu verändern, klicken Sie den entsprechenden Kandidaten mit der linken Maustaste an, halten letztere gedrückt und "ziehen" die Marke einfach an die gewünschte Position. Als kleine Hilfe wird ihnen dabei eine gestrichelte Hilfslinie eingeblendet.

Wenn Sie an der entsprechenden Sprungmarke das Datum für unseren Beispielbrief eingeben, werden Sie feststellen, dass der Text immer rechts von dieser Marke ausgerichtet wird. Möchten Sie dieses Verhalten ändern, so müssen Sie eine neue Marke mit den entsprechenden, speziellen Eigenschaften erstellen. Zu diesem Zweck befindet sich links oben, dort wo sich die beiden Lineale treffen, ein kleines Rechteck mit einem Symbol. Dieses Symbol zeigt an, welche Sprungmarke im Folgenden jeweils erzeugt wird. Durch simples Anklicken mit der Maus können Sie hier die in Kword vorhandenen Typen wechseln. Um schließlich die Sprungmarke zu erzeugen, klicken Sie einfach mit Ihrer Maus an die gewünschte Stelle auf dem Lineal. Haben Sie sich vertan und möchten diese Sprungmarke wieder loswerden, klicken Sie sie einfach erneut an, halten die Maustaste gedrückt und ziehen Sie sie nach unten weg. Sobald der Mauszeiger das Lineal verlassen hat und Sie die Maustaste wieder los lassen, sollte Kword die so bearbeitete Sprungmarke umgehend verschwinden lassen.

Wie Ihnen sicherlich schon aufgefallen ist, befinden sich im horizontalen Lineal, dort wo der linke Rand der Seite beginnt, zwei weitere, kleinere Dreiecke. Mit dem Oberen der beiden legen Sie genau den Punkt fest, an dem die erste Zeile eines Absatzes erscheinen soll. Demgegenüber zeigt das untere Dreieck an, wie weit die restlichen Zeilen des Absatzes aus- oder eingerückt werden. Verschoben werden die beiden Dreiecke übrigens genau wie schon die Tabulatoren.

Sie sollten bei der Arbeit mit dem Lineal beachten, dass sich die Änderungen immer nur genau auf die Zeile, bzw. den Absatz beziehen, in dem sich der Cursor gerade befindet. Eine Ausnahme bildet dabei die letzte Zeile Ihres Dokumentes: alle auf sie angewandten Einstellungen gelten immer für alle zukünftig Nachfolgenden.

Die gerade vorgestellte Methode zum Erzeugen bzw. Verschieben der Tabulatoren und des Absatzformates per Maus geht recht schnell von der Hand, ist aber in vielen Fällen etwas zu ungenau. Über Format/Absatz erreichen Sie ein Fenster, indem Sie alle oben angesprochenen Elemente millimetergenau über die direkte Eingabe von Werten festlegen und einstellen können.

Jetzt wird's bunt

Nun soll die Betreff-Zeile etwas anspruchsvoller gestaltet werden. Markieren Sie sie dazu entweder mit der Maus oder fahren Sie alternativ mit dem Cursor in die entsprechende Zeile, halten die [Umschalt]-Taste gedrückt und markieren mit den Pfeiltasten den betreffenden Text. Weisen Sie der eben markierten Textstelle mit Hilfe der Symbolleiste für die Textformatierungen am oberen Bildschirmrand eine andere Schriftgröße (zweiter Schalter von links), eine andere Schriftart (über den dritten Schalter von links) und eine andere Farbe (über das A-Symbol mit dem Eimer) zu. Analog können Sie aus dem Menü den Punkt Format/Schriftart bzw. Format/Farbe wählen und alle genannten Einstellungen in den jeweils auftauchenden Fenstern vornehmen. Als Schriftarten sollten Ihnen hier übrigens genau diejenigen zur Verfügung stehen, die auch bereits KDE selbst bekannt sind.

Abbildung 4: Die veränderte Betreff-Zeile

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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