Multitracker im Eigenbau mit Linux

Linux goes Tonstudio

Zahlreiche Nachwuchs-Bands geben täglich Unmengen an Geld aus, um an halbwegs brauchbare Demo-Aufnahmen zu kommen. In diesem Artikel möchten wir zeigen, wie Sie unter Linux preiswerter produzieren können.

Wie vielleicht mancher aus den Autoren-Informationen meiner vorhergehenden Artikel weiß, ist eines meiner Hobbies die Musik. Genauer gesagt: Ich spiele Gitarre in einer Rockband. Jeder, der sich schon einmal mit der Thematik Homerecording auseinandergesetzt hat, weiß ebenfalls, dass es viele Dinge für viel Geld zu kaufen gibt. Auch die Frage, ob man selbst produzieren soll, oder ob man sich blindlings in die Hände sogenannter Produzenten gibt, wird gerade bei Nachwuchs-Bands reichlich diskutiert. Hauptproblem in der Anfangsphase ist, dass man nicht so mir nichts dir nichts ein paar (zehn)tausend Mark zusammen bekommt, um eine vernünftige Aufnahme im Studio produzieren zu lassen – wenn dies meinen Erfahrungen nach trotzdem der qualitativ beste Weg ist.

Dieser Artikel ist an all jene gerichtet, deren kleines Budget es nicht zulässt, die Produzenten von Metallica oder Subway To Sally zu engagieren, die sich aber mit den Grundbegriffen von Linux auskennen und Spaß am Basteln haben. Wir wollen unsere Geschicke also selbst in die Hand nehmen und benötigen dazu das richtige Equipment. Insbesondere werde ich das Problem der Mehrspur-Aufnahmen unter Linux besprechen.

Wozu Mehrspur-Aufnahmen?

Auf CDs enthaltene Musikstücke sind in der Regel nur in Stereo, haben also zwei getrennte Kanäle. Diese bekommen Sie, wenn Sie einen Kassetten-Recorder oder einen Minidisk-Recorder zur Aufnahme verwenden. Wozu benötigen Sie also einen Multitracker?

Der Vorteil einer Mehrspur-Aufnahme liegt in der Tatsache, dass sie es ermöglicht, das Klangbild eines ganzen Songs nach dessen Aufnahme in aller Ruhe zu bearbeiten. Außerdem kann man verschiedenen Instrumente nacheinander einspielen – dies ist sicherlich bei Profimusikern nicht unbedingt nötig, hilft aber ungemein, wenn einer sich doch verspielt. Dann muss nämlich nicht die ganze Band die Aufnahme wiederholen, sondern nur derjenige, der den Fehler gemacht hat.

Kaufen oder basteln?

Angesichts der Preise für Achtspur-Geräte beantwortet sich die Frage, ob man nicht lieber ein fertiges Gerät kauft, eigentlich von selbst. Vierspur-Systeme gibt es zwar schon für unter tausend Mark, damit lässt sich aber nicht all zu viel anfangen. Unter der Voraussetzung, dass bereits ein PC zur Verfügung steht, liegt der Preis für die Selbstbau-Variante wesentlich niedriger. Ein weiterer Grund für die Bastel-Lösung ist natürlich der Spaßfaktor und die bloße Tatsache, dass es funktioniert.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Multitracker im Eigenbau mit Linux
    Zahlreiche Nachwuchs-Bands geben täglich Unmengen an Geld aus, um an halbwegs brauchbare Demo-Aufnahmen zu kommen. In diesem Artikel möchten wir zeigen, wie Sie unter Linux preiswerter produzieren können.
  • Herr der Wellen
    Beim Stichwort Mehrspuraufnahme denken die meisten wohl an hübsche GUIs mit Dutzenden von Reglern. Dass es auch anders geht, beweist das schlanke und handliche Tool Ecasound.
  • Soundkartentreiber für Linux
  • Dem Rechner die Töne entlockt
    Mit dem Einzug von Linux auf den heimischen Desktop wächst das Bedürfnis nach der Multimediafähigkeit des Betriebssystems. Linux steht nicht mehr hinter Windows zurück, wenngleich die Konfiguration etwas anders verläuft.
  • Drei USB-Soundkarten im Test
    Immer mehr Notebooks bringen einen Breitbildschirm im Format 16:9 mit, der zum Anschauen von DVD-Filmen geradezu verlockt. Was fehlt, ist hingegen der Support für satten 5.1 Surround-Sound. Den bieten USB-Soundkarten.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...