Geisterjagd: portmap

Auch mit abgeschaltetem inetd können Sie sich noch nicht in Sicherheit wiegen. Immerhin laufen noch ein halbes Dutzend andere Daemons, einige davon mit Root-Privilegien. Also geht es als nächstes weiteren, häufig laufenden "Geistern" an den Kragen.

Dem portmap-Daemon rücken wir als erstes zu Leibe. Dieser wird nur benötigt, wenn man Teile seiner eigenen Festplatte anderen über das Netzwerk zur Verfügung stellen möchte. In den meisten Fällen ist das nicht der Fall. Zuerst halten Sie den portmap per /etc/rc.d/init.d/portmap stop an, anschließend benennen Sie, wie am Beispiel des inetd gezeigt, die Datei /etc/rc.d/init.d/portmap um:

mv /etc/rc.d/init.d/portmap /etc/rc.d/init.d/portmap.nein

Name Server Cache Daemon

Beim nscd, dem Name Server Cache Daemon, handelt es sich um einen Zwischenspeicher für Namens-Anfragen, aber auch Benutzer- und Passwort-Anfragen. Er ist für den Workstation-Betrieb interessant, wo die Verzeichnisse der Benutzer auf einem zentralen Server lagern und auf dem lokalen Rechner keine Benutzer-Informationen vorliegen. Wie in Abbildung 1 zu sehen, ist er auf unserem System gleich sieben mal gestartet. Für den Betrieb eines Einzelrechners ist nscd nicht unbedingt nötig und kann gefahrlos entfernt werden:

/etc/rc.d/init.d/nscd stop
 mv /etc/rc.d/init.d/nscd /etc/rc.d/init.d/nscd.nein

Kaum auffällig ist der atd, der anders als cron nur einmalige Ereignisse steuert. Dieser eigentlich recht nützliche Daemon wird in der Praxis aber nur selten eingesetzt – wer ihn nicht benutzt, kann ihn ebenfalls abschalten:

/etc/rc.d/init.d/at stop
 mv /etc/rc.d/init.d/at /etc/rc.d/init.d/at.nein

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