Spitzbube Cron

Sehr bedenklich, allerdings nur bei Angriffen von der lokalen Maschine aus, ist der cron-Daemon. Damit lassen sich immer wieder kehrende Aufgaben automatisieren, wie zum Beispiel jeden ersten Montag im Monat ein komplettes Backup durchführen oder alle 10 Minuten neue Emails abrufen. Doch nicht nur root kann solche Aufgaben verteilen, sondern jeder normale Benutzer. Der Pferdefuß ist, dass cron die Bildschirmausgaben, die ein Programm normal machen würde, per Mail an den jeweiligen Auftraggeber schickt. Durch ein paar Verrenkungen lassen sich damit Root-Rechte ergaunern, weshalb man ihn bei mehreren Benutzern gegebenenfalls abschalten sollte:

/etc/rc.d/init.d/cron stop
 mv /etc/rc.d/init.d/cron /etc/rc.d/init.d/cron.nein

Cowboy & Indianer

Insbesondere bei SuSE-Distributionen wird standardmäßig ein Apache-Webserver installiert und rudimentär konfiguriert. SuSE benutzt ihn als Teil des Hilfe-Systems, um Hilfeseiten oder Beispiele über den Browser zugänglich zu machen. In der Prozessliste, die in Abbildung 1 zu sehen ist, versteckt er sich hinter httpd. Wir halten es für relativ unkritisch, den Apache-Server laufen zu lassen, zumal man hier auch sehr gut eigene HTML-Entwürfe begutachten kann. Dennoch, ein Außenstehender hat hier nur selten etwas zu suchen – und da Sie bei jeder neuen Internet-Einwahl über Modem oder ISDN sowieso eine neue Adresse bekommen, ist das Wiederfinden auch nicht so leicht. Deshalb kann man den Apache getrost mit einer Firewall gegen Zugriffe von außen schützen – was nicht erreichbar ist, kann schlecht gehackt werden. Intern hat das keine Auswirkungen, die Seiten lassen sich nach wie vor per Browser ansehen. Wer wirklich keine Verwendung für den Apache hat, kann ihn genauso gut deaktivieren und so eine ganze Stange Speicher sparen:

/etc/rc.d/init.d/apache stop
 mv /etc/rc.d/init.d/apache /etc/rc.d/init.d/apache.nein

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