Home / LinuxUser / 2001 / 03 / Komfortabel in den IRCX-Chat

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(230 Punkte bei 9 Stimmen)
Wheezy + Kernel 3.9.2 + LXDE
(185 Punkte bei 5 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(108 Punkte bei 5 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Komfortabel in den IRCX-Chat

Privat im Query

Wer die Öffentlichkeit eines Channels scheut, kann sich auch mit einem anderen IRC-Anwender im sogenannten Query treffen: Kennen Sie den Nickname des gewünschten Gesprächspartners, so geben Sie einfach

/query nick

ein, und es öffnet sich ein neuer Tab. Dies ist kein Channel sondern ein Eins-zu-Eins-Gespräch: Hier wird Ihnen niemand zuhören, es sei denn die Verbindung zum IRC-Server wird abgehört…

Op ist top!

Viel Wirbel wird im IRC um den Op-Status gemacht: Als Channel Operator haben Sie einige Sonderrechte gegenüber "nicht-privilegierten" Anwendern auf dem Channel; dies ist mit dem root-Account auf Ihrem Linux-System vergleichbar. Als Op haben Sie unter anderem die folgenden Möglichkeiten:

  • Sie dürfen ein "Topic" setzen, d. h. ein Thema für den Channel angeben. Das Topic erscheint dann in der obersten Zeile (gleich unter der Menüzeile). Der Befehl ist
/topic Titel
  • Sie können andere Anwender auf dem Channel zum Op machen oder diesen den Op-Status entziehen; die Befehle dafür sind
/op nick
 /deop nick
  • Störenfriede können vom Channel gekickt werden (wörtlich: aus dem Raum treten). Da so etwas nicht grundlos gemacht werden sollte, können Sie beim Rauswurf eines Anwenders eine beliebige Nachricht angeben, die dieser dann als "Kick-Message" erhält.
/kick nick Grund

Der Kick-Grund kann mehrere Worte enthalten und muss nicht speziell geklammert oder in Anführungszeichen gesetzt werden. Beispiel: /kick idiot28 Gib endlich Ruhe. Nach einem Kick kann der User den Channel wieder betreten, weshalb Kicks in der Regel nur verwarnenden Charakter haben; gelegentlich trifft man auch auf Ops, die "just for fun" kicken.

  • Wenn Sie regelrecht belästigt werden, können Sie jemand auch verbannen. Dazu verwenden Sie den Befehl
/ban nick

Sie erhalten eine Bestätigung der Form

hgesser sets ban on *!*@192.168.1.*

Was geht hier vor? Hier wird eine sogenannte Hostmaskverwendet, die in die Ban-Liste des Channels eingetragen wird. Um den Anwender dauerhaft zu bannen, geht X-Chat hier recht rigide vor: Unter der Annahme, dass der Störenfried vom IRC-System als idiot@192.168.1.26 erkannt wurde, werden alle Anwender mit beliebigen Benutzernamen (* nach dem !) und beliebigen Nickname (* vor dem !) ausgeschlossen, die über einen Rechner online sind, dessen IP-Adresse in den ersten drei Teilen übereinstimmt – also in diesem Fall 192.168.1.1 bis 192.168.1.254. Dadurch wird sichergestellt, dass der Anwender nicht einfach seinen Nickname ändert oder in seinem IRC-Programm den Benutzernamen ändert. Um einen Ban wieder aufzuheben, gibt es in einigen X-Chat-Versionen den Befehl /unban, in der aktuellen jedoch nicht. Tatsächlich ist auch /ban nur ein Makro: X-Chat wertet dieses aus und schickt (im obigen Beispiel) folgenden Befehl an den IRC-Server:

/mode #channel +b *!*@192.168.1.*

Kurz gesagt: /mode ist ein sehr allgemeiner Befehl, mit dem sich verschiedene Modi (Betriebsarten) des Channels einstellen lassen. Hier wird festgelegt, dass ein neuer Ban (+b) in die Ban-Liste einzutragen ist. Mit -b können Sie das rückgängig machen:

/mode #channel -b *!*@192.168.1.*

Einen Blick auf die aktuelle Ban-Liste werfen Sie mit dem (naheliegenden) Kommando /banlist.

  • In der Regel gesellt sich zum Ban immer ein Kick dazu: Die Kombination der beiden Befehle heißt bei X-Chat /kickban und wird genauso wie /kick aufgerufen:
/kickban nick Grund

Dabei wird der Ban vor dem Kick ausgeführt, da ein schneller IRC-Client, der auf Auto-Rejoineingestellt ist, den Anwender sonst sofort wieder auf den Channel bringen würde – noch bevor der Ban wirksam wird.

nick!user@host

Dabei können Sternchen ("*") verwendet werden, die die gleiche Bedeutung wie in Dateinamen haben: Sie stehen für beliebige Zeichen. So steht etwa *!*esser@*.linux-user.de für Benutzer mit beliebigem Nickname, einem Login-Namen, der auf esser endet, und einem Rechnernamen, der zur Domain linux-user.de gehört. Bei numerischen IP-Adressen steht das Sternchen hinten, da dort die vorderen Teile der Adresse bei mehreren Rechnern aus einem Netz identisch sind.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 82 Punkte (8 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...