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Komfortabel in den IRCX-Chat

01.03.2001
Internet Relay Chat (IRC) ist ein weltweites Chat-System, das aus einer Vielzahl verbundener Chat-Server besteht, auf die sich jeder Anwender mit passender Client-Software einloggen kann. Teilnehmer können sich dann in Chat-Foren ("Räumen") treffen und dort über Gott und die Welt diskutieren. X-Chat ist ein komfortabler Client, den wir in diesem Artikel ausführlich vorstellen werden.

Es gibt viele Gründe, sich in ein Chat-Forum (in IRC-Sprache: auf einen Channel) zu verirren, denn IRC bietet zu allen denkbaren Themen einen solchen "Gesprächskanal". Haben Sie eine Frage zur Linux-Kernel-Kompilation oder möchten Sie über das letzte Konzert Ihrer Lieblingsgruppe sprechen? Suchen Sie einfach nach dem passenden IRC-Channel, und Sie werden dort andere mit gleichen Interessen treffen.

Da beim Chatten nur Text zwischen den Teilnehmern übertragen wird, benötigt man prinzipiell kein grafisches Programm für diese Aufgabe; so zeigt die Zu-Befehl-Rubrik dieser Ausgabe eine Reihe von IRC-Programmen, die im Textmodus (also auf der Konsole oder in einem Terminal-Fenster) arbeiten. Mit X-Chat wird das Chatten allerdings deutlich komfortabler – die Maus hilft.

Installation

Sollte X-Chat noch nicht installiert sein, gibt es wie üblich zwei Wege, das Programm auf Ihren Rechner zu bringen:

  • Als RPM- oder Debian-Paket wird es mit den üblichen Befehlen (rpm -i xchat-1.6.2-1.i586.rpm bzw. dpkg -i xchat_1.4.3-0.1.deb ) vom Systemadministrator root eingespielt.
  • Wenn es als Source-Paket vorliegt, findet der übliche Installations-Dreischritt ./configure; make; make install statt (siehe Kasten Installation aus Quellen).

Kasten 1: Installation aus Quellen

Um X-Chat selbst aus den Quelltexten zu übersetzen und zu installieren, gehen Sie wie folgt vor: Wechseln Sie in das Verzeichnis /usr/local/src/, werden Sie dort (mit dem Befehl su zum Systemadministrator root und entpacken Sie das Quelltext-Archiv (z. B. von der Heft-CD) mit dem Befehl

tar xIf /cdrom/LinuxUser/xchat/xchat-1.6.2.tar.bz2

Wechseln Sie dann in das neue Unterverzeichnis xchat-1.6.2 und führen Sie dort den Befehl

./configure

aus. configure ist ein Skript, das Ihr System nach vorhandenen Compilern, Bibliotheken und weiteren Dingen durchsucht, die für die Erstellung des ausführbaren X-Chat-Programmes notwendig sind. Am Ende der Skript-Ausführung erscheint eine Zusammenfassung der Form

xchat 1.6.2
 Building interfaces: GTK+ TEXT
 gnome-libs ………. : yes 1.2.0
 gnome panel ……… : no
 zvt shell tab ……. : yes
 gdk-pixbuf……….. : yes
 perl ……………. : yes
 python ………….. : yes 1.5
 plugin interface …. : yes
 link with socks5 …. : no
 link with openssl … : no
 nls/gettext ……… : yes
 translation tables… : yes
 glib replace …….. : no
 hebrew support …… : no
 The binary will be installed in /usr/bin
 configure complete, now type 'make' and pray.

Wie Sie der letzten Zeile bereits entnehmen können, ist der nächste Schritt die Eingabe von

make

Dieser Schritt wird etwas länger dauern: Die Programm-Quelltexte werden nun übersetzt. Ist auch dieses ohne Fehlermeldungen gut verlaufen, geben Sie schließlich noch

make install

ein, um alle Programmdateien in die richtigen Verzeichnisse zu kopieren. Damit ist die Installation abgeschlossen, und Sie können das Verzeichnis xchat-1.6.2 verlassen und löschen:

cd .. ; rm -rf xchat-1.6.2

Sprich meine Sprache!

X-Chat verwendet die Gtk-Bibliothek und lässt sich (wie alle GNOME-Programme) durch Setzen der Umgebungsvariable $LANG zur Verwendung verschiedener Sprachen in Menüs und Dialogen bringen. Falls $LANG nicht oder nicht richtig gesetzt ist (und X-Chat sich in Englisch präsentiert), fügen Sie den Befehl

export LANG=de_DE

in eine der Shell-Startdateien ein; ein guter Platz dafür ist ~/.bashrc. Sie können den Befehl aber auch vor den X-Chat-Aufruf stellen, um die Variable nur für dieses Programm für einen einzelnen Aufruf zu ändern:

env LANG=de_DE xchat

Beachten Sie, dass das Setzen der Variable über die Startdatei erst wirksam wird, wenn Sie die Shell (bzw. das Terminal-Programm) neu gestartet haben, z. B. mit . .bashrc oder xterm &.

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