Auf die Plätze …

Die eigene Festplatte muss mit einem Compiler (gcc) sowie mit den Header-Dateien zu X aufwarten (das Paket mit diesen wird meist xdevel genannt). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, muss zunächst das auf der Heft-CD befindliche Archiv entpackt werden. Danach überprüft das Script configure die Systeminstallation und erstellt aufgrund der Ergebnisse ein sogenanntes Makefile, anhand dessen der Compiler über den Befehl make erfährt, was genau zu tun ist. Erst danach ist das Programm für den eigenen Rechner übersetzt und kann mit make install installiert werden. Zusätzlich wird mit dem Script data.inst eine Standardkonfiguration angelegt:

jo@planet ~> tar -xvzf sapphire-0.15.6.tar.gz
 jo@planet ~> cd sapphire-0.15.6
 jo@planet ~/sapphire-0.15.6> ./configure
 jo@planet ~/sapphire-0.15.6> make
 jo@planet ~/sapphire-0.15.6> su -
 Password:
 root@planet ~>  cd /home/jo/sapphire-0.15.6
 root@planet /home/jo/sapphire-0.15.6> make install
 root@planet /home/jo/sapphire-0.15.6> ./data.inst
 root@planet /home/jo/sapphire-0.15.6> logout

… fertig, los!

Für die ersten Versuche sollte auf jeden Fall – sofern verwendet – der grafische Login (z. B. der xdm, kdm oder gdm) deaktiviert werden. Bei SuSE geschieht dies z. B. mit Yast, für andere Distributionen schauen Sie bitte in Ihr Handbuch. Um bei SuSE zu bleiben: Nachdem der Rechner nun die Textkonsole präsentiert, sollte folgender Aufruf zum Ziel führen:

jo@planet ~> WINDOWMANAGER=epiwm; export WINDOWMANAGER
 jo@planet ~> startx

Bei anderen Distributionen tippen Sie einfach startx sapphire. Dieser Aufruf sollte auf jedem Linux-System klappen – es sei denn, der User besitzt eine Datei namens ~/.xinitrc: Ist diese vorhanden, wird sie auf jeden Fall beachtet und beim Start von X über den Befehl startx ausgelesen. Als letzten Eintrag in dieser optionalen Datei ruft man den Window Manager auf. Denn ist diese Datei fertig durchlaufen, beendet sich X und damit auch der Window Manager. Somit wird mit dem Beenden des Window Managers der letzte Eintrag dieser Datei beendet – und dadurch auch die grafische Oberläche. Äquivalent zu ~/.xinitrc ist die Datei ~/.xsession, die ebenfalls beim grafischen Login ausgewertet wird.

Abbildung 3: Ein Desktop mit Sapphire

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Jo's alternativer Desktop
    Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Nachdem in der letzten Ausgabe ein Programm vor den Augen des Window-Manager verschwand, wollen wir dieses mal den Hintergrund eines Terminals durchsichtig gestalten - und nebenbei Speicher sparen.
  • Jo´s alternativer Desktop
    Wer kennt das nicht: Irgend etwas am System hängt, und ein – lästiger – Blick in die Log Files unter /var/log/ ist nötig, um den Übeltäter einzukreisen. Auch ohne akute Probleme ist es deutlich besser, immer informiert zu sein, um nicht erst nach einem "zu spät" in den Log-Files Ursachenforschung betreiben zu müssen. Mit "root-tail" erhalten Sie ohne Mausklicks alle gewünschten Informationen aus Log-Dateien – einfach auf dem Desktophintergrund.
  • Jo´s alternativer Desktop
    Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Und unser in den letzten beiden Ausgaben vorgestellter Window Maker hat Nützliches im Handgepäck – auch für andere Window-Manager.
  • Jo´s alternativer Desktop
    Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Nachdem sich hier nun verschiedene Window-Manager vorstellten, ist es an der Zeit, diese um ein für viele wichtiges Feature zu ergänzen: Desktop-Icons.
  • Jo's alternativer Desktop
    Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Und getreu dem Motto "Unser Desktop soll schöner werden" zeigen wir hier ein Tool, das einem jeden Window-Manager neuen Glanz verleiht. Kosmetik für den Desktop.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 3 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....