Es muss nicht immer Netscape sein

Alternatives Postfach

Kommunikation heißt das zweite Standbein unseres Schwerpunktes in dieser Ausgabe. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel drei Mail-Clients vor – zwei als X11-Anwendung, also mit grafischer Oberfläche, und einen konsolenbasierten.

Voraussetzungen

E-Mail ist ein wichtiger Teil der Kommunikation in der heutigen Zeit. Viele verwenden das Standard-Tool, Netscape Messenger, um Nachrichten zu verschicken und zu empfangen. Gerade in der neuesten Version 6 ist Netscape aber nicht besonders performant, und deshalb schauen wir nach Alternativen. Was soll unser Mail-Client können?

Ganz wichtig ist die Verwaltung von Nachrichten in verschiedenen Ordnern, sogenannten Foldern. So behalten Sie die Übersicht, gerade wenn Sie viel elektronische Post bekommen. Netscape beherrscht den Abruf der Nachrichten von einem Server ohne Zwischenprogramm (wie z. B. fetchmail). Das soll unser künftiger Client ebenfalls können. Dabei wäre eine Unterstützung sowohl für das Post Office Protocol (POP) als auch das Internet Message Access Protocol (IMAP) wünschenswert.

Außerdem sollte es möglich sein, mit dem Mail-Client ein Attachment so zu verschicken, dass es beim Empfänger noch lesbar ist. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage: Kann der Mail-Client die angehängten Dateien auch anzeigen? Darüber hinaus halten wir nach "Goodies" Ausschau, die das Schreiben und Bearbeiten von Mails einfacher machen.

KMail

Dieses Programm gehört zum KDE-Networking-Paket. Es ist Teil der Arbeitsplatzumgebung – ein kleiner und robuster Mail-Client. kmail unterstützt sowohl lokale Mailboxen als auch POP-Server. Der Versand der Nachrichten kann über SMTP erfolgen oder von einem lokalen Mail Transport Agent (siehe unten) übernommen werden. Eine Unterstützung für IMAP-Mailboxen ist laut FAQ auf der kmail-Homepage bisher nicht geplant, obwohl die Entwickler daran arbeiten, dies in einer späteren Version (nach KDE 2.1) zu realisieren.

Abbildung 1: Konfiguration leicht gemacht

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein wenig Ordnung in die eingehende Mail-Flut zu bringen. Schauen Sie unter Datei/Filter.... Die Einstellungen sind – ähnlich wie beim Netscape Messenger – sehr fein abzustimmen und führen bei richtigem Einsatz zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.

Abbildung 2: Differenzierte Filterregeln sorgen für Ordnung in den Foldern

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Handgestrickt
    Mails professionell verwalten ohne Maus: Mit dem textbasierten Mailclient Mutt stehen Ihnen eine unerreichte Funktionsvielfalt und beinahe unendliche Konfigurationsmöglichkeiten offen.
  • Mail-User-Agenten: Balsa, KMail, Mulberry, Mutt und Sylpheed
    Eine so lebenswichtige Angelegenheit wie E-Mail mag kaum jemand dem Zufall überlassen. Schließlich gibt es Spezialisten – von denen jeder andere Ansprüche bedient. Bleibt die Frage: Welcher Mail-User-Agent ist der richtige für mich?
  • Einstieg in einen kommandozeilenbasierten Mail-Reader
    "Warum soll ich mich da einarbeiten und dafür auch noch einen Mail-Server aufsetzen?" fragt sich der Anwender, nachdem er die Liste mit rund 250 Einträgen für die Tastenfunktionen des mutt gesehen hat. Und klickt auf den Link zum Netscape Messenger. Doch der Mail Client mutt lässt sich schon mit einer Hand voll Anweisungen und einigen Einträgen in seiner Konfigurationsdatei ~/.muttrc sinnvoll bedienen, und er entschädigt den Benutzer mit etlichen Features schnell für die spröde, textbasierte Oberfläche: Optionale POP3- und IMAP-Unterstützung, PGP und Threading bietet mutt ebenso wie Makros, Scoring, freie Tastaturbelegung und das Suchen nach Mustern. Selbst Datenbanken, Viewer und Web Browser können problemlos eingebunden werden.
  • Ein neuer Mailer: Mutt – Next Generation
    Mutt ist einer der beliebtesten Mailer der Kommandozeile mit einer langen Entstehungsgeschichte. Das Projekt "Mutt – Next Generation" tritt an, um den Anwendern einen generalüberholten Mailer mit vielen neuen Eigenschaften zu präsentieren.
  • Mailbox-Formate im Vergleich
    Am Ende einer langen Reise gelangt eine E-Mail in ein Postfach auf dem Rechner ihres Empfängers. Aber wie genau wird sie dort abgelegt? Dafür existieren verschiedene Formate - jedes mit Vor- und Nachteilen. Dieser Beitrag nimmt die wichtigsten davon unter die Lupe
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 03/2018 NEUE DISTRIBUTIONEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 0 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...
XSane-Fotokopie druckt nicht mehr
Wimpy *, 30.01.2018 13:29, 2 Antworten
openSuse 42.3 KDE 5.8.7 Seit einem Software-Update druckt XSane keine Fotokopie mehr aus. Fehler...
TOR-Browser stürzt wegen Wikipedia ab
Wimpy *, 27.01.2018 14:57, 0 Antworten
Tor-Browser 7.5 based on Mozilla Firefox 52.8.0 64-Bit. Bei Aufruf von http: oder https://de.wi...
Wifikarte verhindert Bootvorgang
Maik Kühn, 21.01.2018 22:23, 1 Antworten
iwlwifi-7265D -26 failed to load iwlwifi-7265D -25 failed to load iwlwifi-7265D -24 failed to l...