Web Dynamics
Aktuelle Browser-Plugins
RealNetworks RealPlayer 8 Basic
Wenn es um Streaming-Multimedia, also dem "On-the-fly"-Abspielen von audiovisuellen Daten aus dem Internet wie z. B. Filme oder Radiosendungen, geht, dann kommt heutzutage häufig der RealPlayer von RealNetworks zum Einsatz. Damit die Unix-Welt nicht völlig von der Streaming-Welt ausgeschlossen bleibt, hat man sich bei RealNetworks dazu entschlossen, zumindest eine Community-unterstützte Basis-Version von RealPlayer für Unix herauszugeben. Diese bringt sogar einen für Linux-Verhältnisse recht komfortablen grafischen Installer mit. Leider scheint dieser seine Konfigurationsdienste nur unter ganz bestimmten Systemvoraussetzungen richtig zu erfüllen. Im Test unter der aktuellen Mandrake-7.2-Distribution war es jedenfalls nicht möglich, den normalerweise recht Plugin-freundlichen Netscape-Browser 4.76 zur Darstellung von Streaming-Filmen mit Hilfe des eingebetteten RealPlayer-Plugins zu bewegen. Die Installation lohnt sich dennoch, denn obwohl das Netscape-Plugin selbst nicht (ohne Weiteres) funktioniert, kann man sich die meisten Streaming-Daten dennoch mit Hilfe des externen Players realplay live aus dem Internet ins Wohnzimmer holen, indem man die gewünschte Streaming-Quelle per Web-Browser auswählt, die daraufhin erscheinende Info-Datei (z. B. mit der Dateierweiterung ram bzw. asx) herunterlädt und diese anschließend über den externen RealPlayer öffnet. Die Installation selbst läuft folgendermaßen ab: Nachdem Sie das RealPlayer-Binary für Linux von http://proforma.real.com/real/player/unix/unix.html heruntergeladen haben, machen Sie es ggf. mit dem Befehl
chmod a+x rp8_linux20_libc6_i386_cs1.bin
ausführbar und starten mi
./rp8_linux20_libc6_i386_cs1.bin
den Installer. Folgen Sie nun dem Dialog. Nach der (freiwilligen) Online-Registrierung startet auch schon der externe RealPlayer und wartet auf Ihre Angaben. Hier angelangt können Sie entweder eine mit dem Web-Browser ermittelte URL (File/Open Location...) oder aber eine (wie oben beschrieben) heruntergeladene Info-Datei (File/Open File) öffnen und mit einem Mausklick auf das grüne Dreieckssymbol (Play) den Streaming-Vorgang starten.
Alles Schnickschnack, oder was?
Es ist sicherlich Geschmacksache, ob man seinen Web-Browser zum Anschauen von Vektoranimationen oder Kinofilmen einsetzen will oder nicht. Insbesondere solange hierzulande sowohl die Übertragungsgeschwindigkeit als auch die dafür zu entrichtenden Online-Gebühren noch sehr zu wünschen übrig lassen, wird man im Zweifelsfall schnell herunterladbare, informative HTML-Textseiten der bunten Multimedia-Vielfalt vorziehen. Unter Linux ist das Einstöpseln wichtiger Multimedia-Browser-Plugins derzeit nicht ganz unproblematisch. Zum Teil liegen die Ursachen hierfür sicherlich daran, dass mit dem großformatigen Wechsel auf Mozilla bzw. bei Konqueror auf KHTML auch eine neue Plugin-API entstanden ist, die leider nur in begrenztem Umfang kompatibel zur alten Netscape-Plugin-API ist (siehe hierzu http://www.mozilla.org/docs/plugin.html#linux). Bleibt zu hoffen, dass die wichtigsten Hersteller von Browser-Plugins ihre Hausaufgaben machen und ihre Player und Viewer möglichst rasch auf die neue Mozilla-Plugin-API umstellen. Zum Abschluss noch eine Empfehlung als Einstiegspunkt für weitere Browser-Plugin-Experimente: http://www.multimedia4linux.de/browser.html).
So testen Sie, ob Ihr Browser das Plugin richtig erkannt hat.
| Bei Netscape- und Mozilla-basierten Web-Browsern kann man sich durch Eingabe von "about:plugins" auf der URL-Zeile des Browsers anzeigen lassen, welche Plugins dieser (zumindest prinzipiell) aktuell unterstützt. Anders sieht das Vorgehen bei Konqueror aus. Da dieser in KDE 2 eingebettet ist, findet man dessen Einstellungsoptionen zentral im KDE-Kontrollzentrum (kcontrol) unter Web-Browser/Netscape Plugins bzw. im Falle von Java auch unter dem Register Java / Javascript im entsprechenden Menü-Untereintrag Web-Browser/Konqueror-Browser. Die Plugin-Suche des Konquerors findet übrigens momentan nur solche Browser-Plugins, die sich in ganz bestimmte Unterverzeichnissen (z. B. /opt/netscape/plugins) befinden. Im Zweifelsfall müssen Sie hier also etwas tricksen, um ans Ziel zu kommen. |



