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Mobile Assistenten

Überblick: Aktuelle PDAs und Handheld-PCs

01.02.2001

Wer heutzutage vor der Kaufentscheidung steht, welcher mobile Organizer-PDA den heimischen (Linux-)Rechner in Kürze ergänzen soll, der wird mit den verschiedensten PDA-Varianten und Modellbezeichnungen inzwischen fast erschlagen. Bei genauerer Betrachtung lassen sich die auf dem Markt befindlichen Modelle jedoch hinsichtlich wesentlicher Unterscheidungsmerkmale in Gruppen einordnen.

Eingabe und Display

Der neue Palm m100 ist auch für den privaten Einsatz erschwinglich

Der Palm Vx - ein Stift-PDA der Luxusklasse

Die Form der Dateneingabe hat einen direkten Einfluss auf das typische Einsatzspektrum eines mobilen Organizers im Alltag. Bei der auch hierzulande sehr beliebten Palm-Pilot-Serie des amerikanischen Marktführers Palm erfolgt die gesamte Dateneingabe standardmäßig komplett über das mehr oder weniger geschickte Hantieren mit einem Plastikstift oder einem gewöhnlichen Kugelschreiber.

Neben dem druckempfindlichen Touchscreen-Display für Menü-Aufrufe und Zeichnungen steht dem Benutzer in der Regel ein eigens für das Schreiben von Buchstaben und Zahlen vorgesehener Graffity-Bereich zur Verfügung. Wer bei diesen Geräten neue Eintragungen (z. B. Termine, Notizen oder Adressen) machen möchte, der sollte zunächst einmal das Graffiti-Alphabet lernen.

Wenngleich das Erlernen dieser Striche und Kurven, die jeweils für ganz bestimmte Zahlen und Ziffern stehen, in der Regel nicht allzu schwer fallen dürfte, wird man sich hüten, mit einem solchen PDA längere Texte (etwa Briefe oder gar Studienarbeiten) zu verfassen. Palm bietet zwar inzwischen auch ausklappbare Tastaturen für die Palm Pilots an. Dieses Zubehör ist aber in der Regel nur optional erhältlich, kostet also zusätzlich bares Geld. Außerdem rückt man dann mit seinem Stift-PDA schnell in Preisregionen vor, wo universeller einsetzbare Alternativen wie z. B. die PSION-Handhelds in greifbare (Preis-)Nähe rücken.

Psion-Handhelds sind eine Art Zwischenlösung zwischen Stift-PDAs und (Sub-)Notebooks. Es ist zwar auch hier möglich, dass man mit der Zehnfinger-Schreibweise, wie man sie vielleicht am heimischen Rechner virtuos praktiziert, angesichts der Miniaturisierung der Tastatur zumindest anfänglich etwas ins Holpern geraten kann. Nach einer gewissen Umgewöhnungsphase kann man mit Tastatur-Handhelds aber in mit den heimischen Tastaturanschlägen vergleichbare Regionen vorstoßen.

Doch Vorsicht! Die Tastaturqualität ist nicht bei allen Modellen gleich gut. Also: Erst ausprobieren und dann kaufen! Dies gilt auch für die Displays. Auch hier gibt es von Modell zu Modell zum Teil gewaltige Qualitätsunterschiede. Idealerweise empfiehlt es sich natürlich, die Display-Qualität der Organizer bereits vor dem Kauf bei verschiedenen Lichtstärken (starker Lichteinfall, normales Tageslicht, Dämmerung, Nacht) auszutesten. In der Praxis wird man sich aber in der Regel darauf beschränken müssen, ein bisschen mit den Kontrasteinstellungen und der Hintergrundbeleuchtung herumzuexperimentieren.

Wer unterwegs auch längere Dokumente verfassen will, fährt mit einem Tastatur-Handheld wie dem PSION 5mx PRO am besten

Beständige Daten und Anwendungsvielfalt

Neben der grundsätzlichen Wahl zwischen Stift-PDAs und Tastatur-Handhelds gibt es noch eine ganze Reihe anderer Faktoren, die die Kaufentscheidung beeinflussen können. Ganz wichtig ist z. B. auch die Frage, wie lange man mit einem aufgefüllten Akku bzw. den eingesetzten Batterien den mobilen Organizer betreiben kann, bevor dieser u. U. sprichwörtlich den Geist aufgibt.

Das bedeutet im schlimmsten Fall (bei einer reinen RAM-Lösung ohne Langzeit-Speichermedien), dass er alle Daten vergisst, die man ihm seit der letzten Synchronisation mit dem heimischen Rechner mühevoll beigebracht hat. Psions der Serie 5 (mx PRO) haben sogenannte Compact-Flash-Karten, auf denen man wichtige Daten ähnlich wie auf Zip-Disketten permanent abspeichern kann. Mit dem Kauf eines bestimmten PDAs entscheidet man in der Regel auch ungewollt über die zur Verfügung stehende Bandbreite an über die mitgelieferten Standardapplikationen hinausgehender Anwendungs-Software mit. Ein Blick auf http://netsurf.pda.tucows.com/ zeigt, dass es je nach auf dem Organizer werkelndem Betriebssystem eine mehr oder weniger große Zahl an (z. T. auch frei verfügbarer) Anwendungs-Software gibt.

Es versteht sich von selbst, dass die Arbeitsspeichergröße (RAM) des Organizers darüber mitentscheidet, wie viele solcher Anwendungen von Drittanbietern neben Betriebssystem und Standardanwendungen noch Platz haben. Übrigens: es gibt inzwischen einige Projekte, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das Betriebssystem Linux auch auf solche Mini-Plattformen zu portieren, etwa das ARM-Linux-Projekt unter http://www.arm.uk.linux.org/.

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LinuxUser 03/2012

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