Überläufer
Psion und Palm mit Microsoft Outlook synchronisieren
Palm- und Psion-Software einrichten
Der große Vorteil von VMware gegenüber Win4Lin ist, dass die Emulation zumindest für die Installationsprogramme perfekt ist. Es gibt auch keine Probleme bei der Übertragungsgeschwindigkeit: Wir konnten alle Geräte mit maximaler Baudrate betreiben. Die Installation verläuft also absolut ereignislos, weshalb wir an dieser Stelle auch nicht weiter darauf eingehen. Der Nachteil von VMware sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben: Sie müssen für den virtuellen PC stets eine eigene (virtuelle) Festplatte einrichten, so dass der Datenaustausch zwischen Windows und Linux deutlich schwieriger ist. Zudem sind Sie auf die bei der Installation angegebene Festplattengröße festgenagelt, während Win4Lin lediglich ein Unterverzeichnis in Ihrem Home-Verzeichnis anlegt und keine feste Plattengröße hat oder belegt.
Psion und der Pinguin
Während es für die Palm-Serie eine ganze Reihe Synchronisations-Programme gibt, ist der Markt für Psions wie leergefegt. Aktuell ist es gerade einmal möglich, mit verschiedenen Programmen wie den plptools (ftp://ftp.to.com/pub/psion), die die Dateien des Psion per NFS einbinden, Daten auszutauschen oder per PPP vom Psion aus über den PC im Internet zu surfen (mehr dazu im Heft 01/2001 des Linux-Magazins). Die Dateien des Psion können nicht direkt gelesen werden – entsprechende Konverter wie z. B. psiconv (http://huizzen.dds.nl/~frodol/psiconf) befinden sich noch in der Entwicklung und sind vom praktischen Einsatz als Synchronisations-Werkzeug weit entfernt. In umgekehrter Richtung, PC-Dateien auf den Psion zu konvertieren, gibt es bis auf kab2psion noch überhaupt nichts, und damit lassen sich lediglich Adressdateien von KDE in Agenda-Dateien umwandeln.
Als Grund wird von den Entwicklern fehlende Dokumentation zum Psion-Dateiformat angegeben. Bleibt zu hoffen, dass sich Psion besinnt und die Linux-Gemeinde tatkräftig mit Informationen versorgt. (mdö)



