Entwicklung für den Palm

Palm Inc. unterstützt mittlerweile die Entwicklung von Palm-Anwendungen unter Linux (http://www.palmos.com/dev/tech/tools/gcc/), indem es den GNU Cross C-Compiler der PRC-Tools (http://sourceforge.net/projects/prc-tools/) und PilRC (http://www.ardiri.com/index.cfm?redir=palm&cat=pilrc), einen Resource Compiler, in eine Reihe mit kommerziellen Programmentwicklungsumgebungen stellt.

Besonders zum Debuggen von Palm-Programmen ist der PalmOS-Emulator (POSE) geeignet: Das ist die grafische Simulation eines Palm Pilots, in der Palm-Programme ausgeführt werden können.

Abbildung 1: POSE – der PalmOS-Emulator eigent sich zum Debuggen

Resumee

Das Angebot an Palm-orientierten Anwendungen für Linux ist recht groß. Besonderes Interesse weckt bei dem einen oder anderen Linux-Enthusiasten aber zur Zeit eine ganz andere Entwicklung, nämlich Linux auf dem Palm bzw. auf einem PDA. Damit ist einmal gemeint, Linux für den Palm zu portieren (http://www.uclinux.org/). Andererseits gibt es Anbieter, die PDAs entwickeln, bei denen Linux von vornherein als Betriebssystem eingesetzt wird (siehe Kasten Linux-PDAs).

Wie man es aber auch immer hält, Linux & Palm sind ein tolles Gespann und mit Dir zusammen könnt Ihr die drei Musketiere sein. Einer für alle, alle für einen. Spannende Zeiten.

Linux-PDAs

*Lisa (http://www.lisa.de) vertreibt den Compaq iPaq H3600 mit Linux anstelle des werksseitig ausgelieferten Betriebssystem.

  • Die koreanische Firma Palm Palm Technology (http://www.palmpalm.co.kr) hat das erste Mobiltelefon entwickelt, das Linux als Betriebssystem einsetzt. Das Gerät verfügt zusätzlich über Multimedia-Funktionen, besitzt die Fähigkeit, Videokonferenzen zu übertragen, und kann Musikdateien abspielen. Als Distribution wird Tynux verwendet, das die Firma eigens für diesen Einsatzzweck entwickelt hat.

*Acer (http://elife2.acer.com.tw/slimmate.htm) hat auf der Computex in Taiwan einen neuen PDA angekündigt. Die Ausstatttung umfasst ein Graustufen-Display mit einer Auflösung von 240x160 Bildpunkten, 48 MB RAM, 2 oder 4 MB Flash-ROM, einen Infrarot-Port und eine serielle Schnittstelle. Der eingebaute Lithium-Ionen-Akku, ein Erweiterungssteckplatz und das Metallgehäuse machen ihn zu einem interessanten Konkurrenten zum Palm Vx. Eine Linux-Portierung ist für das vierte Quartal des Jahres angekündigt.

Der Autor

Michael Tepperis-von der Ohe, 43, ist Datenverarbeitungskaufmann, Teilzeitstudent der Informatik und Verfechter (Florett) freier Software, hört Jazz und Klassik, heizt mit seinem Mountain-Bike, ist gutem Essen immer zugeneigt und freut sich auf seine Vaterpflichten.

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