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Der kleine Alleskönner

Opera - Ein neuer Browser erobert den Desktop

Fazit

Opera ist ein Browser, der nicht als direkte Konkurrenz zum Netscape-Browser antritt, sondern Benutzer anspricht, die viel Wert auf einfache Bedienung legen und lieber einen Browser benutzen, der nicht mit unzähligen Funktionen überladen ist. Wer beispielsweise einen E-Mail-Client sucht oder seine Adressen verwalten will, wird beim Opera-Browser nicht fündig. Dafür bietet er aber eine moderne HTML-Rendering-Engine, der für die sehr gute Darstellung der HTML-Dokumente verantwortlich ist. Nicht zu vergessen die geringe Grösse von nicht einmal 3MB. Wer dagegen die Quellen von manch anderen Browsern aus dem Internet läd, kann da nur ungläubig staunen.

Gerade dieser geringe Platzbedarf macht den Browser auch für andere Anwendungsbereiche interessant. So existieren bereits Versionen für Organziner wie den Psion. Da zu dem geringen Platzanspruch noch sehr geringe Anforderungen an die Rechenleistung gestellt werden, ist der Browser für dieses Zielgebiet optimal.

Doch wenn wir die positiven Seiten sehen, sollte wir die negativen Seiten natürlich nicht vergessen. So fiel im Test besonders auf, dass der Browser noch sehr instabil läuft, was häufige Abstürze zur folge hat. Gerade Seiten, die intensiven Gebrauch von Programmiertechniken, wie beispielsweise JaveScript machen, stellen für Opera noch Probleme dar. Diese werden aber hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Natürlich steht Opera noch ganz am Anfang seiner Entwicklung und hat noch Einiges aufzuholen. Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein, was die Zukunft bringt und welcher Browser sich langfristig etabliert.

Der Autor

Sebastian Eschweiler ist Schüler und besucht derzeit die Klasse 11 eines Gymnasiums. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Themen rund um Linux und der KDE-Programmierung sowie neuen Internet-Technologien.

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LinuxUser 06/2012

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