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Björn Ganslandt
Aus: LinuxUser 2/2001
Debian tritt dem GNOME Advisory Board bei
Auch Debian ist jetzt dem GNOME Advisory Board beigetreten [4] und wird dort in Zukunft durch Wichert Akkerman, der 1999 die Leitung von Debian übernahm, vertreten. Damit sind fast alle großen Distributoren außer SuSE Mitglied des Boards. Letztere scheinen sich sich auf die KDE League zu beschränken, obwohl sie mit Martin Baulig einen wichtigen GNOME-Programmierer beschäftigen.
Orbit Port für den Linux Kernel
Unter dem Namen kOrbit [5] wurde ein experimenteller Kernel-Port von Orbit, dem GNOME ORB, programmiert. Ein ORB (Object Request Broker) ist eine Art Vermittler für CORBA-Objekte, die (prinzipiell unabhängig von der Programmiersprache) von einem Programm angefordert werden können. Damit ist eine Technologie wie Bonobo möglich, mit der Objekte wie z. B. ein PDF-Betrachter einfach in Programme geladen werden können. Da es nicht nur egal ist, in welcher Programmiersprache das Programm geschrieben wurde, sondern auch, wo es ausgeführt wird, ist es mit kOrbit möglich, Kernel-Module via Netzwerk auf anderen Rechnern auszuführen. Außerdem werden die Module nicht wie üblich im Kernel- sondern im User-Space, also wie ein normales Programm, ausgeführt, was das Debugging von experimentellen Code leichter macht. Auf der anderen Seite stellt kOrbit bis jetzt auch ein enormes Sicherheitsrisiko dar und macht den Kernel nicht gerade schlanker. Es ist deshalb sehr unwahrscheinlich, dass dieser Patch seinen Weg in den Standard-Kernel finden wird. Nichtsdestotrotz ist es ein beeindruckendes Projekt mit interessanten Möglichkeiten, gerade was die Verschmelzung von Computer und Netzwerk angeht.
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Infos zur Publikation
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LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.
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