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Das PDF-Format

Und zurück

Haben Sie ein Dokument nur als PDF-Datei vorliegen, so können Sie es nicht bearbeiten. Sie haben aber die Möglichkeit, diese Datei in ein anderes Format zurückzuwandeln.

Die erste Variante führt mit GhostScript wieder von PDF zurück zu PostScript. Dazu verwenden Sie das Programm pdf2ps, das genauso funktioniert wie ps2pdf. Ein etwas unscheinbares Programm ist pdftohtml, zu finden unter [1]; es sollte in vielen Distributionen (wie z. B. SuSE Linux) bereits enthalten sein. Wie der Name schon andeutet, ist dieses Programm in der Lage, PDF-Dateien in HTML-Seiten umzuwandeln. Sie sollten vor einem Einsatz sicherstellen, dass das Programm pnmtopng installiert ist. Dieses wird von pdftohtml benötigt, um die in den PDF-Dateien enthaltenen Bilder in ein für die Internet-Browser darstellbares Format (png) zu konvertieren. Um pdftohtml zu verwenden, öffnen Sie ein Terminal-Fenster und wechseln in das Verzeichnis, in dem die zu konvertierende Datei liegt. pdftohtml legt beim Umwandeln der PDF-Datei ein Verzeichnis an, das dem Namen der PDF-Datei ohne die Endung "pdf" entspricht. Sie sollten deshalb vor dem Programmstart prüfen, ob nicht eine Datei existiert, die denselben Namen wie das spätere Verzeichnis trägt. In diesem Verzeichnis legt pdftohtml dann alle erzeugten HTML-Seiten ab. Um den Konvertierungsvorgang zu starten, geben Sie in das Terminalfenster den Befehl

pdftohtml PDF-Ausgangsdatei

ein, wobei Sie PDF-Ausgangsdatei durch den Namen der Datei ersetzen, die in HTML konvertiert werden soll. Sobald der Vorgang beendet ist, öffnen Sie in dem neu erzeugten Verzeichnis mit einem Browser einfach die Datei index.html.

Ein wahrer Tausendsasser, was die Konvertierung betrifft, ist das schon weiter oben angesprochene pstoedit. Mit ihm lassen sich PDF-Dateien in die Formate Tgif, fig (für xfig), gnuplot, Flattened PostScript, DXF - (AutoCAD), LWO (LightWave 3D), RIB (RenderMan), RPL (Real3D), Idraw, AI (Adobe Illustrator) und einige mehr umwandeln. Anschließend lässt sich die entsprechende Datei mit der zugehörigen Applikation verändern. Das Programm wird in einem Terminalfenster durch die Eingabe des Kommandos

pstoedit -f Format PDF-Datei Zieldatei

gestartet. Format ersetzen Sie dabei durch ein Kürzel, welches dem Format entspricht, in das die PDF-Datei umgewandelt werden soll. Welches Kürzel welchem Format entspricht, können Sie der beiliegenden Dokumentation entnehmen; über "pstoedit -help" erhalten Sie einen Hilfetext, in dem u. a. alle unterstützten Dateiformate mit ihren Kürzeln aufgeführt sind.

Falls Sie xpdf installiert haben, können Sie die mitgelieferten Tools pdftopbm, pdftops und pdftotext einsetzen: Diese Kommandozeilen-Tools wandeln ein PDF-Dokument in mehrere pbm-Bilder, wieder zurück in eine PostScript-Datei oder in eine normale Textdatei um. Beachten Sie, dass bei der letzten der drei Methoden Grafiken und Formatierungen nicht übernommen werden können. Die einzelnen Programme werden auf die schon bekannte Weise aufgerufen:

pdftotext PDF-Datei Ziel-Datei

Damit sind wir schon am Ende unserer Reise durch die Welt der PDF-Dokumente. Bei der Vielzahl der Programme sollten auch Sie ein passendes Tool für Ihre Zwecke finden.

Abbildung 3: Freshmeat [4] findet zum Stichwort pdf 71 Hilfsprogramme

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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