Konfiguration der Bash (1)
Bash-Kurs Teil 6
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Glossar
Environment
Eine Anzahl von (Environment-) Variablen, deren Inhalt dem Prozess Informationen über die Umgebung gibt, in der sich die Ausführung abspielt. So ist im Environment der Typ der Shell gespeichert, die den Prozess gestartet hat, das Terminal, mit dem er verbunden ist, und vieles mehr. Die wichtigsten Teile des Environments können mit dem Befehl printenv angezeigt werden Mit dem Befehl env kann ein Environment vom Anwender vor dem Programmstart modifiziert werden. Einzelne Variablen stellen die Shell-Befehle (declare oder export auf der Bash oder setenv bei der C-Shell) ein.
Prozess
Ein gerade laufendes Programm wird unter Linux als Prozess bezeichnet. Zu einem Prozess gehören neben der ausführbaren Datei noch weitere Informationen: das Environment, Daten über den Prozess selbst und über den Prozess, von dem er gestartet wurde (Vater-Prozess). Prozesse werden über die ihnen zugeordnete Prozessidentifikationsnummer (PID) identifiziert, nicht etwa über den Programmnamen.
Programms
sind unter Linux einfach ausführbare Dateien, also binäre (kompilierte) Programme oder interpretierte Skripte. Die Ausführbarkeit einer Datei wird anhand des x-Bits bei den Dateiattributen festgestellt und festgelegt. <
Shell
Die Shell, die nach der Anmeldung am System (Login) verwendet wird, bildet die Basis für alle weiteren Prozesse. Sie wird daher besonders aufwendig konfiguriert. Die von ihr aus gestarteten Prozesse (beispielsweise interaktive Shells) "erben" die meisten Einstellungen. Als interaktive (Sub) Shell werden die "normalen" Shells für den Anwender bezeichnet, die ihm in Terminals oder virtuellen Konsolen zur Verfügung stehen. Eine nicht interaktive (Sub) Shell tritt nur bei der Bearbeitung von Shell-Skripten auf. Sie dient dann als Interpreter der im Skript vorhandenen Befehle. Wenn eine Shell eine weitere Shell startet, sprich man von einer Subshell. Diese erbt wesentliche Eigenschaften von der ersten, u. a. das Environment. Alle von einer Login-Shell aus gestarteten Shells können als Subshell bezeichnet werden.
Infos
[1] K. Günther: Kompaktreferenz Linux, MITP 2000
[2] Zilm, Th., Grelck, K.: Linux – die User-Referenz, MITP 1999



