Massenspeicher massenhaft

Festplatten werden immer größer und billiger. Preiswerte (E)IDE-Platten haben im professionellen Umfeld immer noch einen schlechten Ruf, obwohl dank UltraDMA 33/66/100 und 7200 RPM die IDE-basierten Massenspeicher den SCSI-Varianten in ihrer Leistungsfähigkeit kaum nachstehen. Dafür gibt es aber auch einen guten Grund: Nicht selten gibt es erhebliche Stabilitätsproblem im DMA-Modus – insbesondere bei neueren Mainboard-Chipsätzen, deren Linux-UDMA-Treiber noch mit "Experimental" gekennzeichnet sind. Bei einer Office-Workstation spielt es in der Regel aber kaum ein Rolle, ob die Festplatte nur im langsamen PIO-Mode betrieben wird. Software-Entwickler lernen den flüssig fortlaufenden Betrieb während der Ausführung von I/O-intensiven Anwendungen schnell schätzen und greifen lieber zum SCSI-Hostadapter – hier ist DMA garantiert. Wer mutig genug ist, kann übrigens versuchen Festplattenzugriffe von IDE-Geräten zu optimieren: Mit

hdparm -d1 -c1

setzt man die Festplatte in den DMA-Modus und aktiviert 32-Bit-I/O-Zugriffe.

Der Autor

Gregor Anders ist am Rechenzentrum der Universität Köln im Helpdesk beschäftigt. Wenn er nicht gerade Studenten bei den täglichen Windows-Problemen hilft, programmiert er in Perl und PHP Web-Seiten.

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