USB? Na klar!

Lange Zeit bot sich den Linux-Anwendern kein Ersatz für das Seriell-Parallel-Kabel-Chaos. Immer öfter stellen aber Kunden beim Hardware-Kauf fest, dass das gewünschte Gerät nur noch als USB-Variante angeboten wird, oder Sie möchten nicht immer "so lange warten", nur weil man aufgrund fehlender Unterstützung auf die langsame serielle Variante zurückgreifen muss. USB hält Einzug in Linux mit dem Erscheinen des 2.4er Kernels, der sich bereits seit längerem in der Testphase befindet und (wie Linus Torvalds ankündigte) noch in diesem Jahr freigegeben wird. Für den aktuellen Anwenderkernel (2.2.17) gibt es einen Backport der 2.4er Sourcen (soll fester Bestandteil von 2.2.18 werden). Alle aktuellen Mainstream-Distributoren haben diesen Patch in ihren Kernel integriert, und so kann der Linux-User "ab Werk" eine Vielzahl an USB-Geräten nutzen: Die unterstützte Hardware-Palette reicht von USB-Maus/-Tastatur über USB-Digitalkameras bis zu USB-Scannern oder -Druckern. Unter http://www.linux-usb.org/devices.html findet sich eine genaue Auflistung alle zur Zeit unterstützten USB-Geräte. Sicherheitshalber kann sollte man beim Kauf einer USB-Maus/-Tastatur darauf achten, dass diese auch einen PS/2-Adapter mitbringt – für den Fall der Fälle. LinuxUser untersucht zur Zeit eine Reihe von USB-Geräten; in der aktuellen Ausgabe finden Sie den dritten Teil unserer USB-Serie (S. 39).

Ob Scanner, Drucker oder Eingabegeräte: Linux unterstützt alle Arten, aber ein Blick auf die Linux-USB-Homepage kann dennoch viel Ärger ersparen

Sound für jedermann

Die meisten Soundkarten bereiten Linux dank des ALSA-Projekts und OpenSoundSystem keine Probleme mehr, jedoch kann es zu Komplikationen bei einigen Onboard-Varianten kommen. Generell sollte man drauf achten, dass der PC möglichst frei von Onboard-Komponenten ist, um unnötigen Problemen aus dem Weg zu gehen. Ein späteres Update auf eine schnellere Grafikkarte oder bessere Soundkarte gestaltet sich mit Onboard-Komponenten sehr schwierig und ist teilweise sogar unmöglich. Sowohl Intel's AC97-Soundchip als auch verschiedene SoundBlaster-Versionen erkennen die Distributionen bereits bei der Installation und binden die nötigen Treiber gleich mit ein.

Leider ist die Unterstützung von so genannten WinModems nicht so fortgeschritten. Dezeit funktionieren nur Geräte mit Lucent-Chips. Ratsam ist es, auf diese zu verzichten und ein externes Modem zu wählen, auch wenn dieses in der Regel teurer ist. Wer es trotzdem versuchen will, dem sei die Seite http://www.o2.net/~gromitkc/winmodem.html empfohlen.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • 3D-Power unter Linux
    Die Auswahl an Spielen für Linux ist mittlerweile groß. Ob First-Person-Shooter oder Märchenabenteuer – die ganze Bandbreite wird abgedeckt. Aber die volle Pracht entfalten heutige 3D-Spiele nur, wenn sie auf "der richtigen" Hardware laufen.
  • 3D-Grafik unter X: Die Konfiguration
    Nachdem der vorhergehende Artikel "Die dritte Dimension" einen Blick hinter die Kulissen geliefert hat, wollen wir nun zeigen, wie Sie selbst die 3D-Unterstützung Ihrer Grafikkarte unter Linux aktivieren können.
  • 3D-Grafik – Die Grundlagen
    Das Genre der 3D-Spiele boomt in der Windows-Welt in letzter Zeit gewaltig. Damit auch unter Linux die 3D-Frame-Raten in die Höhe schnellen, benötigt man spezielle 3D-Treiber, die das Optimum aus der eingebauten Grafikkarte herausholen.
  • 3D-Grafik unter X: Die Grundlagen
    Langsam etabliert sich Linux auch im Heimbereich. Dort darf eine Unterstützung von 3D-Grafikkarten selbstverständlich nicht fehlen. Wir zeigen, wie unter Linux die virtuellen Welten auf den Bildschirm gelangen.
  • Linuxtaugliche Hardware-Komponenten
    "Treiber oder nicht Treiber?", das ist hier die Frage des Linux-Einsteigers, wenn er einen Rechner mit dem freien Betriebssystem beglücken möchte. Die Treiberabdeckung für PC-Komponenten ist zwar inzwischen sehr ansehnlich, aber ein Stück Hardware einfach blind zu kaufen kann zu großem Verdruss führen. Dem kann man aber vorbeugen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 2 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....