Für unmündig erklärt
Wer sich heutzutage einen Rechner "von der Stange" kauft, dem wird die Entscheidung, welches Betriebssystem darauf laufen soll, in der Regel abgenommen: Als wäre es das Natürlichste auf der Welt werden Intel-kompatible Komplettsysteme mit einem aktuellen Produkt aus der MS-Familie bestückt. Käufer von Apple-Paketen finden ein nicht minder proprietäres System vor, wenn sie ihren Rechner zum ersten Mal hochfahren. Gab es da nicht noch ein anderes Betriebssystem, welches sich im professionellen Einsatz schon lange etabliert hat und nun auch den heimischen Desktop erobert? Richtig, das Betriebssystem mit dem Pinguin. Aber hat man als Käufer eines Komplettsystems überhaupt eine Wahl?
Man hat. Wenn der Entschluss feststeht, dass auf dem nächsten Rechner auf jeden Fall (auch) Linux laufen soll, dann gibt es auch Wege, wie man als unerfahrener Anwender möglichen hardware-bedingten Installations- und Konfigurationshürden aus dem Weg gehen kann.
Support vor Ort
Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, an einen mit Linux vorkonfigurierten Rechner zu gelangen. Da gibt es zum einen die örtlichen Systemhäuser, die ihre PCs und Workstations auf Kundenwunsch immer häufiger auch mit Linux ausliefern. Diese Lösung ist insbesondere für Freiberufler und kleinere Firmen interessant, die mangels eigener EDV-Abteilung in der Regel ohnehin auf einen externen EDV-Berater angewiesen sind, der jederzeit gerufen werden kann, wenn einzelne Arbeitsplatzrechner oder womöglich das gesamte Firmennetz aus unerfindlichen Gründen verrückt spielen.



