Jetzt aber…
KDE 2.0 auf der letzten Heft-CD
Red Hat 7.0 (Heft-CD)
Im folgenden beschreiben wir, wie Sie nach der Installation der Red-Hat-Distribution auf der Heft-CD auch die KDE-2.0-Pakete installieren; wir gehen dabei von einer "Workstation"-Installation (mit Auswahl aller Paketgruppen KDE, GNOME und Spiele) der Heft-CD, inklusive KDE 1.x aus – für einen ordentlichen Betrieb von KDE 2.0 müssen zunächst die alten Pakete deinstalliert werden.
Die folgenden Schritte müssen als Systemadminstrator root durchgeführt werden (um nach einem Login als "normaler" Anwender zu root zu werden, geben Sie den Befehl su und dann das Root-Passwort ein).
rpm -e kdenetwork switchdesk-kde kpppload kdeutils rpm -e autorun kdemultimedia kdegraphics rpm -e kdevelop kdetoys kdegames rpm -e kdebase rpm -e kdelibs rpm -e kdesuppor rpm -e kdelibs-devel kdesupport-devel rpm -e kde
Beim Ausführen der Befehle erhalten Sie einige Warnungen über Verzeichnisse oder Dateien, die nicht entfernt werden konnten; diese können Sie ignorieren. Nun mounten Sie die Heft-CD 01/2001 (mit Red Hat Linux 7.0) mit dem Befehl
mount /mnt/cdrom
und wechseln in das KDE-Verzeichnis:
cd /mnt/cdrom/LinuxUser/kde2/
(Hinweis: Verwenden Sie nicht die KDE-2.0-Pakete der älteren Heft-CD 12/2000 – die Red-Hat-Pakete der alten CD waren fehlerhaft und wurden vom KDE-Projekt durch neue ersetzt.) Es folgt die Installation der KDE-Pakete mit den Befehlen
rpm -Uvh libmng-0.9.2-1.i386.rpm rpm -Uvh qt-2.2.2-2.i386.rpm rpm -Uvh kdesupport-2.0-5.i386.rpm rpm -Uvh kdelibs-2.0-7.i386.rpm rpm -Uvh kdelibs-sound-2.0-7.i386.rpm rpm -Uvh kdebase-2.0-3.i386.rpm
Auch hier können Warnungen ignoriert werden. Die restlichen KDE-Pakete können Sie analog installieren; der Befehl ist immer in der Form rpm -Uvh paket.rpm, oder gleich alle zusammen mit dem Befehl
rpm -Uvh kdeadmin* kdegames* kdegraph* kdemult* kdenet* kdepim* kdetoys* kdeutils* koffice*
Wechseln Sie nun mit "init 3" in den Textmodus-Runlevel 3 und nach dem Arbeiten mit "init 5" wieder zurück. Es erscheint dann wieder der grafische Login-Manager, und nach Auswahl von KDE (unter Sitzung) und dem Eingeben von Name und Passwort erscheint der KDE-2-Desktop.
Nur englisch?
Die meisten derzeit erhältlichen KDE-2-Pakete enthalten keine deutschsprachigen Anpassungen: So erscheint auch im Kontrollzentrum bei der Sprachauswahl nur die US-amerikanische Flagge; die Lokalisierungs-Informationen sind in den Basispaketen schlicht nicht enthalten.
Für Red Hat Linux 7.0 finden Sie ein deutschsprachiges Lokalisierungs-Paket unter ftp://ftp.de.kde.org/stable/2.0/distribution/rpm/RedHat/rh7.0/noarch/kde-i18n-German-2.0-1.noarch.rpm (3,3 MB); installieren Sie es nach dem Download mit
rpm -Uvh kde-i18n-German-2.0-1.noarch.rpm
Für SuSE Linux 7.0 liegt das entsprechende Paket unter ftp://ftp.de.kde.org/stable/2.0/distribution/rpm/SuSE/localized/kde2de.rpm (4,5 MB). Die Installationsanweisung ist bis auf den anderen Dateinamen die gleiche:
rpm -Uvh kde2de.rpm
Nach Installation des Deutsch-Paketes muss nun noch im Kontrollzentrum die neue Sprache aktiviert werden: Starten Sie dazu unter Ihrem normalen Benutzer-Account (nicht als root, sonst ändern Sie die Einstellungen für den Administrator) kcontrol – wahlweise durch Eingabe dieses Programmnamens in einem Terminal-Fenster oder über den Menüpunkt Control Center des K-Menüs.
Wählen Sie im Kontrollzentrum Personalization/Country & Language, und dann unter Language: Other/German(de) (Abb. 1).
Zur Belohnung erscheinen nach dem Neustart von KDE 2 alle Applikationen (einschließlich Konqueror und KOffice) in deutscher Sprache (Abb. 2). Die Sprachwahl im Kontrollzentrum ist übrigens eine benutzerabhängige Einstellung, muss also von jedem Anwender einmalig durchgeführt werden.



