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Ein wenig Kosmetik?

Jo's alternativer Desktop

01.01.2001 Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Und getreu dem Motto "Unser Desktop soll schöner werden" zeigen wir hier ein Tool, das einem jeden Window-Manager neuen Glanz verleiht. Kosmetik für den Desktop.

Manch einer hat sicher bereits versucht, einen schlanken Window-Manager mit einer Anwenndung wie dem unlängst vorgestellten Systemmonitor gkrellm aufzuwerten - meist mit Erfolg. Doch was tun, wenn dieser zwar wie gewünscht auf dem Desktop thront, aber leider eben nur auf dem ersten Desktop zuzüglich Anwesenheitsbekundung in der Taskliste des Window-Managers? Oder das Tool der Träume gar für optische Alpträume sorgt, so z. B. ein GNOME-Panel mit Fensterrahmen - wer mag da nicht schnellstmöglich diese Kombination nach /dev/null verweisen?

Unser Hauptdarsteller

Doch besser als eine fachgerechte Entsorgung unserer Wünsche ist es, diese Realität werden zu lassen - es gibt eine Lösung, wie am Beispiel des Systemmonitor-Klassikers xosview gezeigt werden soll. Und da xosview einer jeden Distribution ausreichend aktuell beiliegt, befassen wir uns nicht weiter mit dessen Installation, sondern mit dem Vorhaben, diesen unauffällig in den Desktop zu integrieren. Dennoch ist die aktuelle Version auf der Heft-CD zu finden.

Abbildung 1: xosview im Gewand eines Window-Managers mit Eintrag in dessen Window-List

Des Kaisers neue Kleider

Ein Window-Manager soll normalerweise jedes Programm mit einem Rahmen versehen, sofern dieses nicht ausdrücklich wünscht, inkognito zu bleiben - was aber leider nicht jeder Window-Manager versteht bzw. vom Programmautor unter Umständen gar nicht so gedacht ist (wie z. B. bei xosview). Es bedarf also der Möglichkeit, ein beliebiges Programm unabhängig vom eingesetzten Fensterherrscher zu verbergen - es muss unsichtbar werden. Doch nur selten haben wir hierbei Einfluss auf das Programm - ebenso wie auf den Window-Manager. Aber wenn wir nach dem Start einer Anwendung und vor dem Start unseres Window-Managers dieses Programm seiner "Fensterattribute" berauben könnten, so würde der Fensterherrscher dieses nicht in seine Obhut nehmen.

Da es sich hierbei in der Regel nicht um Programme handelt, die während einer X-Session kurz mal hinzugestartet und wieder beendet werden, sondern wie eben ein Systemmonitor (oder eine Uhr, Startleiste, Posteingangs-Benachrichtigung usw.) nur einmal zu Beginn automatisch gestartet werden sollen, bedarf es dessen Aufnahme in die Startdateien unserer X-Session.

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LinuxUser 06/2012

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