Home / LinuxUser / 2001 / 01 / Bilderzauber

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(271 Punkte bei 22 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Demos unter Linux

Bilderzauber

01.01.2001 Demos sind nicht nur eingeschränkte Versionen von Programmen. Als Demos bezeichnet man auch Programme, die in Echtzeit aus Bildern, Musik, 2D- und 3D-Effekten beeindruckende Sequenzen erstellen. Obwohl die Szene noch relativ klein ist, gibt es schon interessante Demos für Linux, die wir hier vorstellen möchten.

Demos waren in ihren Anfängen Lader für gecrackte Software, in denen der Cracker genannt wurde und seine Programmierkenntnisse zeigen konnte. Die Lader waren in der Regel nicht größer als ein Kilobyte und relativ eingeschränkt, da sie auf Computern wie dem Apple II oder C64 liefen. Mit dem Aufkommen des Amiga und des Atari ST in den Mittachzigern wurden Demos dann revolutioniert, weil die Hardware viel leistungsfähiger und besonders beim Amiga bis ins kleinste Detail zu kontrollieren war. Anfang der Neunziger gab es schließlich die ersten Demos für PCs, die zunächst allerdings an schlechtem Sound litten.

Mit den Aufkommen von Sound-Karten wurde dieses Problem beseitigt. Viele Programmierer wechselten aber trotzdem nicht zum PC, was dazu führte, dass es mit dem Aussterben des Amigas eine Zeit lang etwas stiller um die Demo-Szene wurde. Ähnlich wie Spiele wurden Demos mit der Zeit grafisch immer anspruchsvoller und machten teilweise den Sprung von DOS zu Windows mit DirectX und OpenGL. Inzwischen gibt es sogar Java- und Flash-Demos. Anders als in den frühen Tagen den Demo-Szene erstellt heute nicht mehr nur ein Programmierer eine Demo, es arbeiten Gruppen von Grafikern, Musikern und Programmierern zusammen. Die fertigen Demos werden dann auf Parties vorgestellt und nehmen dort an Wettbewerben teil.

Die ersten Demos für Linux basierten auf svgalib oder Xlib mit XShm bzw. DGA, was recht umständlich war. Inzwischen gibt es Libraries wie GGI [1] und SDL [2], die das Programmieren vereinfachen und sowohl unter X wie der Konsole arbeiten. Da es SDL auch für BeOS, MacOS und Windows gibt, lassen sich SDL-Demos außerdem leicht auf andere Plattformen portieren. Eine weitere Library die viel benutzt wird ist libmikmod [3], die Module verarbeiten kann. Module sind ein Musikformat, bei denen alle Instrumente am Anfang der Datei gespeichert und danach auf mehreren Spuren in verschiedenen Tonhöhen bzw. Längen arrangiert werden. Dieses Format ist besonders bei elektronischer Musik sehr effektiv, da man mit relativ kurzen Samples auskommt. Erstellt werden Module mit Trackern, wie dem Voodoo Tracker [4], der sich an den bekannten Fast Tracker anlehnt. Natürlich machen auch Mp3s nicht vor Demos halt und werden neben den Mods verwendet.

Eine der besten Seiten, um Demos unter Linux zu finden, ist [5], eine Liste der SDL Demos findet man unter [6]. Außerdem findet man auf der Seite der Demo-Gruppe ECFh [7] viele Demos, während [8], [9] und [10] eher allgemeine Informationen und Neuigkeiten rund um Demos bieten.

Wer selber Demos unter Linux erstellen will, kann das sehr einfach mit Fxdesigner [11] tun. Durch das Aneinanderreihen von vielen kleinen Effekten und Bildern kommt man so zu erstaunlichen Ergebnissen. Leider kann man das Endergebnis noch nicht als Code exportieren, sondern nur in der Vorschau betrachten.

Fxdesigner

Astral Blur - TBL

Stash - TBL

State of Mind - Bomb

Loop - CSR

Der Autor

Björn Ganslandt ist Schüler und leidenschaftlicher Bandbreiteverschwender. Unter dem Nickname Ansimorph ist er öfters in irc.gnome.org anzutreffen.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1429 Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...