Als die deutschen Elektronikpioniere Kraftwerk mit ihrer Musik begannen, war ein Synthesizer noch das, was man sich darunter vorstellt: ein mit vielen Drehknöpfen und Schiebereglern übersätes, klobiges Gerät. Mit der heute zur Verfügung stehenden Rechenleistung ist es möglich, solche Geräte digital zu simulieren. Ein solches Projekt ist SpiralSynth, das in England von Dave Griffiths entwickelt wird.
Forschungsmittel
Damit es beim simulierten Synthesizer auch Drehknöpfe und eine Anzeige des erzeugten Audiosignals gibt, braucht das Programm natürlich eine grafische Oberfläche. Der Autor hat dafür die FLTK-Librarygewählt, also muss diese für SpiralSynth installiert sein. Wir holen uns FLTK (Version 1.0.9 oder höher) von http://www.fltk.org/ und SpiralSynth von http://www.blueammonite.f9.co.uk/SpiralSynth/ – allerdings nicht die neueste 0.1.6er Version, sondern die Vorgängerin 0.1.5.
Versuchsaufbau
Nachdem wir die benötigten Komponenten auf der Festplatte versammelt haben, geht es ans Kompilieren. Zuerst wird FLTK kompiliert und installiert (für den zweiten Schritt sind root-Rechte nötig):
tar xzf fltk-1.0.9-source.tar.gz cd fltk-1.0.9 ./configure make su (root-Passwort eingeben) make install ; exit
Wer sich das Kompilieren von FLTK ersparen will, kann auch das rpm-Paket installieren. Dazu benötigen wir zwei Dateien, die sich unter ftp://rpmfind.net/linux/Mandrake-devel/7.2beta/i586/Mandrake/RPMS/fltk-1.0.9-2mdk.i586.rpm<I> und ftp://rpmfind.net/linux/Mandrake-devel/7.2beta/i586/Mandrake/RPMS/fltk-devel-1.0.9-2mdk.i586.rpm<I> herunterladen lassen. Das Installieren der rpm-Pakete funktioniert wie folgt:
su (root-Passwort eingeben) rpm -Uvh fltk-1.0.9-2mdk.i586.rpm rpm -Uvh fltk-devel-1.0.9-2mdk.i586.rpm exit
Nun kommen wir zum eigentlichen Programm:
tar xzf SpiralSynth-0.1.5.tar.gz cd SpiralSynth-0.1.5 ./configure make su (root-Passwort eingeben) make install ; exit
Sollten beim Kompilieren von SpiralSynth Fehler auftreten, gibt es eine weitere Möglichkeit, das Programm zu installieren. In weiser Voraussicht bietet es der Autor in vorkompilierter Form unter http://www.blueammonite.f9.co.uk/SpiralSynth/dload/SpiralSynth-i386Linux-0.1.5.gz<I> an. In diesem Fall gibt es beim Installieren wenig zu tun:
gunzip SpiralSynth-i386Linux-0.1.5.gz chmod 755 SpiralSynth-i386Linux-0.1.5 su (root-Passwort eingeben) cp SpiralSynth-i386Linux-0.1.5 /usr/local/bin/SpiralSynth exit



