Überblendungen

Im nächsten Schritt sollen die beiden Videoschnippsel ineinander überblendet werden. Am Schluss des ersten Videos soll der Anfang des zweiten Videos langsam eingeblendet werden, bis nur noch das zweite Video vollständig zu sehen ist. Dazu klicken Sie in der Symbolleiste des Browsers das erste Symbol von links an. In der linken Liste erscheinen einige Obergruppen, von denen Sie Wipe markieren. Im rechten Fenster werden nun alle Überblendungen angezeigt, die sich in dieser Gruppe befinden. Wir wählen für unser Beispiel sofort die Erste rechts Oben. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Symbol der Überblendung und halten Sie die Taste gedrückt. Fahren Sie mit der Maus auf die mit Fx betitelte Video-Spur. Lassen Sie jetzt die Taste los und bewegen Sie anschließend etwas die Maus. Erneut erscheint ein grauer Kasten, dessen Länge die Dauer des Überblendungsvorganges anzeigt. Legen Sie ihn so auf die Fx-Spur, dass sein Ende bündig mit dem Ende des ersten Filmes abschneidet. Sie werden merken, dass die Überblendung automatisch an der entsprechenden Position "einrastet". Dieses Verhalten zeigen übrigens alle Objekte, die Sie in die Timeline einfügen können: An allen markanten Punkten existiert ein solcher "Einrastmechanismus". Wie Sie sicher schon bemerkt haben, handelt es sich bei der Spur Fx um eine spezielle Spur, die exklusiv für Überblendungen reserviert ist. Eine Überblendung kann übrigens nur zwischen den Videos auf Spur Va und den Videos auf Spur Vb erfolgen.

Plazieren Sie nun den Mauszeiger auf dem Video in Spur Vb. Sobald sich der Mauszeiger verändert, klicken Sie auf den Film und "ziehen" Sie ihn auf der Spur nach links, bis sein Anfang bündig mit dem Anfang der Überblendung abschneidet. Falls Sie noch Einstellungen an der Überblendung vornehmen möchten, genügt ein Doppelklick auf den entsprechenden Kandidaten.

Abbildung 1: Die fertige Überblendung.

Springen Sie mit dem Timeline-Spieler wieder zum Anfang zurück und starten Sie die Vorschau. An der Stelle der Überblendung wird die Wiedergabe etwas ins Stocken geraten. Dies ist normal, da der Computer jedes Bild bei der Wiedergabe einzeln berechnen muss. Später bei der Ausgabe des fertigen Films, wird Ihr System deshalb einige Zeit benötigen, bis es alle Bilder für diese Stelle fertiggestellt hat. Um diese Zeit zu minimieren, können Sie MainActor veranlassen, solche Stellen schon jetzt, während des Bearbeitungsvorganges im Hintergrund erstellen zu lassen. Dazu aktivieren Sie einfach die Schaltfläche mit dem Zahnrad in der oberen Symbolleiste. Falls Sie übrigens die Demoversion verwenden, wird die gesamte Wiedergabe etwas ruckartig ablaufen, da MainActor in jedes Bild seinen eigenen Schriftzug einblendet.

Vor- und Nachspiel

Unser kleiner Film soll selbstverständlich auch einen Vorspann erhalten. Dazu wählen Sie entweder aus dem Menü der rechten Maustaste 2D-Textobjekt einfügen oder Sie klicken auf das dritte Symbol von links auf der untersten Symbolleiste. Geben Sie nun in das entsprechende Textfeld "TUX – ein Portrait" ein, wobei Sie nach jedem Wort die Eingabetaste drücken. Ändern Sie nun noch unter Font auswählen die Schriftgröße auf 20 Punkte. Im unteren Teil des Fensters können Sie übrigens noch festlegen, wie der Text im fertigen Film erscheinen soll. Für unsere Zwecke belassen Sie einfach die Voreinstellungen und klicken auf Text übernehmenV1 am äußersten linken Rand. Die Spuren V1 bis V3 sind sog. "Overlay"-Spuren. Dies bedeutet, dass sich das darin befindliche Videomaterial, über das der anderen Spuren legen lässt.

In unserem Beispiel wird die Schrift "TUX – ein Portrait" in das Video auf der Spur Va eingeblendet. Um diesen Effekt zu kontrollieren, starten Sie die Wiedergabe. Sollte Ihnen die Schrift dabei zu kurz erscheinen, können Sie sie zeitlich noch "langziehen". Dazu klicken Sie mit der linken Maustaste auf den rechten Rand der Filmszene und "ziehen" diesen einfach an die gewünschte Position. Analog hierzu können Sie den Text, wie übrigens auch alle anderen Objekte, zeitlich verkürzen.

Abbildung 2: Die Eingabe eines dreidimensionalen Titels.

Auf dem selben Weg erfolgt nun die Erstellung unseres Abspanns. Erzeugen Sie aber dieses Mal einen 3D-Text, dessen Einstellungsmöglichkeiten schon etwas vielfältiger ausfallen. Klicken Sie als erstes auf der Registerkarte Animation auf den Eintrag statischer Text und wählen Sie Durch den Raum fliegen. Dadurch bekommt unser Abspann einen Hauch von StarWars. Um den Text zu ändern, wählen Sie Text/Neu aus dem Menü und geben in das entsprechende Feld "Das war TUX – mal von hinten und mal von vorn" ein. Akzeptieren Sie Ihre Eingabe mit Übernehmen.

Sollten im Hauptfenster die Schaltflächen zum Akzeptieren fehlen, müssen Sie einfach das Fenster in seiner Größe etwas nach unten hin aufziehen. Legen Sie den fertigen Abspann auf die Spur VaVb. Ziehen Sie auch diesen Videoschnippsel in die gewünschte Länge.

Abbildung 3: Der Schnitt des Videos ist beendet.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Professioneller Videoschnitt mit Cinelerra und MainActor
    Sommerzeit ist Urlaubszeit. Immer mehr Reisende nutzen moderne Videokameras, um die schönsten Stunden des Jahres fest zu halten. Die Videoschnittprogramme Cinelerra und MainActor geben dem Film die professionelle Note.
  • Workshop: Titel in MainActor
    Das Videoschnittprogramm MainActor bringt auf den ersten Blick nur einen recht rudimentären Titelgenerator mit. Doch im Zusammenspiel mit den Effekten gelingt im Handumdrehen ein beeindruckender Vorspann.
  • Test MainActor v5
    Fast ein Jahr lang ließ MainConcept die Linux-Gemeinde auf die runderneuerte Version des Videoschnittprogramms MainActor warten. Ob sich das Ausharren gelohnt hat, zeigt ein eingehender Test.
  • MainActor v5 Preview
    Am 11. August veröffentlichte MainConcept die lang erwartete Preview des Videoschnittprogramms MainActor Version 5 für Linux. In einem ersten Test musste die Software zeigen, was sie kann.
  • Test MainActor 3.5
    Unter Linux kann man die verfügbaren Videoschnittprogramme immer noch an einer Hand abzählen. MainActor, hergestellt von der eher unbekannten Firma MainConcept, ist ein solches, waschechtes Video- und Audio-Nachbearbeitungsprogramm für Linux. Wir haben die Version 3.5 für Sie getestet.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2016: Kryptographie

Digitale Ausgabe: Preis € 0,00
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 3 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...
Ubuntu 16 LTE installiert, neustart friert ein
Matthias Nagel, 10.09.2016 01:16, 3 Antworten
hallo und guten Abend, hab mich heute mal darangewagt, Ubuntu 16 LTE parallel zu installieren....