Füllungen

Ein einfarbiger Rahmen sieht nicht besonders hübsch aus. Aus diesem Grund sollen sowohl dem Hintergrund als auch dem Rahmen jeweils eine Füllung verpasst werden. Dazu markieren Sie zunächst im "Dockers"-Fenster mit der Liste der Objekte den Hintergrund ("Background"). Wählen Sie dann aus der Werkzeugleiste den Eimer (das Füllwerkzeug - "Fill Tool") und aus der Eigenschaftsleiste ("Property Bar", unterste der Symbolleisten am oberen Bildschirmrand) über die vier Symbole von links eine Füllart aus. Sie haben hier die Möglichkeit, eine Farbe, einen Verlauf, eine Bitmap (d. h. ein Pixelbild) oder eine Textur als Fülltyp zu verwenden. Über den fünften Knopf "Edit Fill" können Sie anschließend erweiterte, das Füllverhalten betreffende Einstellungen, vornehmen. Klicken Sie für unser Bild auf das vierte Symbol "Texture Fill" und anschließend auf "Edit Fill". Wählen Sie aus der Liste "Texture List" den Punkt "Recycled Paper" und klicken Sie anschließend auf "OK".

Abbildung 8: Auswahl der Papierfüllung

Fahren Sie mit der Maus auf einen Bereich, an dem der Hintergrund sichtbar ist und drücken Sie die linke Maustaste; dadurch sollten Sie einen Papieruntergrund erhalten. Wählen Sie im Dockers-Fenster mit den Ebenen das Rechteck und als Füllung aus der Eigenschaftsleiste die Bitmap (drittes Symbol von Links, "Bitmap Fill") aus. Klicken Sie wieder auf "Edit Fill" und im auftauchenden Fenster auf den großen Knopf mit der Vorschau. Wählen Sie dort in der linken Spalte das vierte Bild von oben. Per "Load" könnten Sie hier übrigens auch ein eigenes Bild als Füllobjekt verwenden. Wählen Sie "OK" und füllen Sie das Rechteck, indem Sie es anklicken. Da die jetzige Konstruktion recht "flach" aussieht, soll der Rahmen einen Hauch von Dreidimensionalität erhalten. Dazu wählen Sie Effects/Texture/Plastic. Bitte beachten Sie, dass die Berechnungszeit für solche Effekte gerade auf langsamen Rechnern einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Belassen Sie in diesem Einstellungsfenster die voreingestellten Werte und klicken Sie auf "OK".

Abbildung 9: Der fertige Rahmen unter Einfluss des Plastikfilters

Rahmenprogramm

Nun kann endlich Tux in den Rahmen gesetzt werden. Dazu aktivieren Sie das Fenster mit dem Tux-Bild. Da wir nur Tux und nicht das gesamte Bild in den Rahmen einfügen wollen, müssen wir den kleinen Kerl zunächst ausschneiden. Dabei hilft PhotoPaint mit seiner intelligenten Maskierungsfunktion: Klicken Sie in der Werkzeugleiste das zweite Symbol von oben an und halten Sie die Maustaste gedrückt, bis das Untermenü erscheint. Wählen Sie dann den Zauberstab ("Magic Wand Mask Tool") und klicken Sie anschließend auf den einfarbigen Bereich um Tux. Der Zauberstab markiert automatisch genau den Bereich um den angeklickten Punkt, der aus der darunter liegenden Farbe besteht. Da aber in unserem Fall nun genau der Bereich maskiert wurde, den wir gerade nicht haben wollten, müssen wir die Auswahl noch über Mask/Invert invertieren.

Abbildung 10: Ausgewählter Tux

Als Alternative zum Zauberstab bietet sich das Lasso an. Mit ihm umfahren Sie grob den Pinguin, indem Sie jeweils mit einem Mausklick einen Stützpunkt setzen. Sobald Sie mit einem Doppelklick die Auswahl beenden, versucht PhotoPaint, die Ränder des so eingekreisten Objektes zu erfassen.

Unser markierter Tux wird nun über Edit/Copy kopiert und im Bild mit dem Rahmen per Edit/Paste/As New Object wieder eingefügt. Aktivieren Sie wieder das Auswahlwerkzeug ("Object Picker Tool") und schieben Sie anschließend den Pinguin per Drag & Drop an die richtige Stelle. Ist der Pinguin zu groß für die Öffnung, können Sie die Ebene, auf der er sich befindet, auch hinter die des Rechtecks setzten: Dazu wählen Sie bei markiertem Pinguin Object/Arrange/Order/Back One. Alternativ können Sie auch im Objektfenster die betroffene Ebene anklicken und dann einfach innerhalb dieses Fensters per Drag & Drop zwischen die anderen Ebenen ziehen.

Die nun nicht mehr benötigten Hilfslinien können Sie einfach löschen, indem Sie sie mit der Maus anklicken und dann bei gedrückter Maustaste wieder auf das Lineal ziehen.

Damit wären wir auch schon fast fertig. Sie sollten das Bild nur noch mittels File/Save as... abspeichern. Dabei ist zu beachten, dass je nach verwendetem Farbmodell verschiedene Dateiformate im entsprechenden Ausklappfenster zur Verfügung stehen. Zusätzlich hängt diese Auswahl davon ab, ob sich, wie in unserem Beispiel, Objekte im Bild befinden. In einem solchen Fall können Sie das Bild z. B. nicht im häufig verwendeten BMP-Format abspeichern. Damit dies machbar wird, müssen Sie erst alle Objekte mit dem Hintergrund über Object/Combine/Combine All Objects With Background verschmelzen. Allerdings haben Sie dann keine Möglichkeit mehr, die einzelnen Objekte wieder auseinander zu bekommen.

Damit soll die kleine Einführung in Corel PhotoPaint 9 enden. Es konnten hier bei weitem nicht alle Funktionen vorgestellt werden. Insbesondere die Effekte (im Menü Effects) sollten Sie einmal an einem Probebild ausprobieren. Beachten Sie aber dabei, dass sich einige dieser Effekte nur auf bereits markierte Objekte anwenden lassen.

Als weitere Informationsquellen sei auf die (englische) Online-Hilfe verwiesen, sowie auf alle Bücher zum Thema Corel PhotoPaint 9, das allerdings meistens nur im Zusammenhang mit CorelDraw behandelt wird. Da die Windows- mit der Linux-Version fast identisch ist, sollte es bei der Wahl der Literatur zu keinerlei Problemen kommen.

Infos

[1] Corel Linux-Homepage: http://linux.corel.com 

[2] deutsche Corel-Homepage: http://www.corel.de 

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