Auf Los gehts los

Für alle Ungeduldigen, die sofort mit dem Malen loslegen wollen, hier ein kleiner Schnelleinstieg: Klicken Sie mit der linken Maustaste auf eine Farbe der Farbpalette, wodurch sie als aktuelle Zeichenfarbe übernommen wird. Ein Klick mit der rechten Maustaste würde hingegen die Füllfarbe neu festlegen. Wählen Sie anschließend in der Werkzeugleiste das unterste Symbol, das sogenannte "PaintTool" aus, mit dem Sie nun direkt in das Bild malen können. Beachten Sie dabei auch die Eigenschaftsleiste ("Property Bar", unterste der drei Symbolleisten am oberen Rand). Dort können Sie unter anderem zwischen verschiedenen Malwerkzeugen wechseln (erstes Symbol von links) oder die Strichstärke (Schieberegler) festlegen. Um mit den verschiedenen Einstellungen vertraut zu werden, sollten Sie auch hier ein wenig experimentieren. Falls Sie einen Fehler gemacht oder eine nichtgewollte Operation ausgeführt haben, so können Sie alle bisherigen Schritte über den Menüpunkt Edit/Undo rückgängig machen.

Bevor Sie in diesem Workshop fortfahren, sollten Sie sicherstellen (z. B. durch Schließen und erneutes Öffnen), dass das verwendete Tux-Bild wieder in seinem Originalzustand vorliegt.

So kommt Tux in den Rahmen

Legen Sie über File/New... ein neues Bild an. In dem nun auftauchenden Fenster sind einige Einstellungen zu tätigen, die einer kleinen Erklärung bedürfen.

Abbildung 4: Erstellen eines leeren Bildes

Wie schon erwähnt wird zu jedem Pixel seine Farbe gespeichert. Ein solcher Farbwert lässt sich z. B. aus den Farben Rot, Grün und Blau ("RGB") zusammensetzen. Auf diese Weise generiert übrigens auch Ihr Fernseher bzw. Monitor sein Bild. Alternativ funktioniert dies auch mit den Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz ("CMYK"), wie es in verschiedenen Tintenstrahldruckern zum Einsatz kommt. In einem RGB-Bild gibt man nun für jeden Punkt drei Werte zwischen 0 und 255 an, die die Intensität der jeweiligen Farbanteile widerspiegeln. Somit braucht man pro Bildpunkt 24 Bit (= 3 Byte) Speicherplatz. Benötigt man nicht alle Farben, kann man auch mit weniger Speicherplatz auskommen: Sieht man z. B. für die Farbinformation eines Pixels nur ein Byte (=8 Bit) vor, sind nur noch 256 Farben gleichzeitig darstellbar. In einem solchen Fall legt man die benötigten Farben in einer Tabelle (die sog. "Farbpalette") ab und ordnet jedem Eintrag eine Nummer bzw. einen Index zu. Im Bild selbst braucht man dann nur noch für jeden Punkt den entsprechenden Farbindex abzuspeichern. Bei solchen auf Paletten basierenden Bildern ist es wichtig, dass im Malprogramm immer die zugehörige Tabelle aktiviert ist, da ansonsten Farbverfälschungen vorprogrammiert sind. PhotoPaint verfügt über einige standardisierte Farbtabellen, wie z. B. von der Firma "Pantone".

Für unser Bild sollten Sie die Einstellungen bei "24-Bit RGB" belassen. Unterhalb dieser Aufklappbox lässt sich die Hintergrundfarbe des neuen Bildes einstellen. "No Background" besagt, dass der Hintergrund durchsichtig bleibt, also nicht vorhanden ist.

In der Gruppe "Image Size" können Sie die Abmessungen Ihres Bildes angeben. Zum einen ist es möglich, aus der Aufklappbox eine feste Größe vorzugeben oder im unteren Bereich selbst die Grenzen einzustellen. Falls Sie den letzteren Weg gehen, sollten Sie in der Liste rechts neben der Eingabezelle für die Weite ("Width") den Maßstab festlegen. In der Regel sollte dies "Pixel" sein. Im unteren Bereich dieses Fensters wird Ihnen immer angezeigt, wie viel Speicherplatz das neue Bild bei den aktuellen Einstellungen beanspruchen würde.

Wählen Sie für unser Beispiel eine Auflösung von 640x480 im Querformat ("Landscape") mit einem weißen Hintergrund.

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