KDE 2.0

Mehr Desktop denn je

Lange mussten wir warten, bis das KDE-Team sich endlich überwinden konnte, den Versionsstempel "2.0" zu vergeben. Nun ist es geschehen, und wir bringen Ihnen neben den installationsfertigen Paketen auf der Heft-CD interessante Artikel rund um die innovative Neuauflage.

KDE schickt sich mit der vollständig überarbeiteten Version 2.0 an, wieder zum Desktop Nr. 1 der freien Unix-Syteme zu werden, nachdem in den letzten Monaten der Konkurrent GNOME etwas mehr Beachtung gefunden hatte.

Besondere Aufmerksamkeit haben wir zwei Komponenten des neuen KDE-Pakets geschenkt: zum einen dem komplett überarbeiteten Datei-Manager und Web-Browser Konqueror (ehemals kfm), der nun unter anderem mit Java, Javascript und Netscape-Plugin-Kompatibilität aufwartet (Seite 16); zum anderen dem neuen KOffice-Paket, das nahtlos in den Desktop integriert ist (Seite 20). Dazu gibt es einen Grundlagentext über X Window, Window Manager und Desktop-Umgebungen (Seite 13) und eine Einführung in die Konfiguration von KDE 2.0 über das Kontrollzentrum (Seite 23).

Installation

Zur Installation verwenden Sie die KDE-Pakete, die wir für Sie auf der Heft-CD zusammengestellt haben. Sie finden im Verzeichnis LinuxUser/kde2/ distributionsspezifische Unterverzeichnisse

  • COL-2.4/ (Caldera Open Linux 2.4)
  • Debian/dists/stable/binary-i386/ (Debian Linux 2.2)
  • Mandrake/ (Mandrake Linux 7.x)
  • RedHat/rh7/i386/ (Red Hat Linux 7.0)
  • SuSE/7.0-i386/kde2/ (SuSE Linux 7.0)
  • SuSE/7.0-i386/kde2/ (SuSE Linux 6.4) Dabei ist zu beachten, dass die Organisation der Dateien in den Paketen je nach Distribution unterschiedlich ist: So werden die SuSE-Pakete z. B. komplett in das Verzeichnis /opt/kde2/ installiert, vertragen sich also hervorragend mit einer bereits vorhandenen KDE-1.x-Installation (die bei SuSE in /opt/kde/ liegt).

Bei Mandrake Linux hingegen landen die Dateien im Verzeichnis /usr/, wo auch schon die gleichnamigen Dateien der alten KDE-Version liegen – hier kann also nur ein Update mit Verzicht auf die alte KDE-Version durchgeführt werden.

Beispielhaft beschreiben wir die Installation für die Gruppe der SuSE-Linux-7.0-Anwender:

  • Mounten Sie die Heft-CD mit dem Kommando mount /cdrom
  • Wechseln Sie auf der Kommandozeile in das Qt-Verzeichnis: cd /cdrom/SuSE/7.0-i386/qt2/
  • Installieren Sie nun zunächst die Qt-Bibliothek mit dem Befehl rpm -Uvh --nodeps --force qtlib2.rpm qtext2.rpm qtman2.rpm
  • Wechseln Sie nun in das eigentliche KDE-Verzeichnis: cd /cdrom/SuSE/7.0-i386/kde2/
  • Installieren Sie alle in diesem Verzeichnis liegenden RPM-Pakete mit rpm -Uvh --nodeps --force *.rpm Damit sollte KDE 2.0 erfolgreich installiert sein. Durch die Optionen --nodeps und --force erzwingen Sie die Installation der Pakete ohne Berücksichtigung von Paketabhängigkeiten oder Konflikten.

Bei den anderen Distributionen sind ähnliche Schritte notwendig; generell müssen zumindest die Pakete qt, kdelibs, kdesupport und kdebase installiert werden; die übrigen Pakete können dann später bei Bedarf nachinstalliert werden. Für Anwender von Debian-Linux sieht es natürlich noch ein wenig anders aus, da diese Distribution auf Pakete im Debian-eigenen .deb-Paketformat zurückgreift (die ebenfalls auf der CD liegen).

Für die Hardcore-Installierer finden sich auf der CD natürlich auch die Sourcen zum Selbst-Kompilieren – aber Vorsicht: das Verzeichnis /cdrom/LinuxUser/kde2/tar/generic/src/ belegt 112 MB, und das vollständige Kompilieren kann Ihren Rechner schon eine Weile beschäftigen…

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