Abgezockt

K-splitter

01.12.2000
Wer sagt, dass Klatsch und Tratsch in einer Linuxzeitschrift keinen Platz haben? K-splitter plaudert Monat für Monat aus dem KDE-Nähkästchen, posaunt Neuigkeiten aus der K-Welt aus und schaut hin und wieder neugierig hinter die Kulissen.

Verspielt?

Auch wenn sich im neuen KDE Games Center alles um Spiele dreht, ist Übersichtlichkeit Trumpf unter http://www.kde.org/kdegames/<I>. Hier bekommen Spiele-Freaks alles Wichtige von der KDE-Spiele-Front serviert. Aufgeteilt nach Spiel-Sparten präsentiert das Web-Team allen Zockern und solchen, die es werden wollen, Informationen und Unterhaltsames zu den neuesten KDE-2.0-Spielen.

Aber auch die Entwickler werden nicht vergessen, denn in einer extra Rubrik gibt es nützliche Links und Tipps zur Spiele-Entwicklung unter KDE. Ihr Lieblingspiel fehlt? Kein Problem, dann auf zur Sparte New Games. Hier finden Sie Previews der aktuellen Projekte, Developer können sich schon bestehenden Games-Projekten anschließen, und mit einer Mail an Martin Heni unter martin@heni-online.de kommen Sie vielleicht früher als Sie denken an Ihr Traumspiel. Wer hingegen gerne wissen will, womit sich andere Leutchen bevorzugt die Zeit vertreiben, wirft vor dem Weitersurfen noch kurz einen Blick auf die Top 10 KDE Games.

Abbildung 1: Ein wahrer Traum für Spielefreaks

Ausgetrickst

Was nützen einem all die schönen neuen Spielchen, wenn man schon im ersten Level das Zeitliche segnet? Das schreit nach Cheats oder besser gesagt nach Kcheat, dem neuen automatischen Mogel-System der KDE-Familie. Laden Sie sich die neueste Version auf der Homepage unter http://kcheat.sourceforge.net/<I> herunter, und suchen Sie damit nach den Werten für Gesundheit, Gold oder was Ihnen sonst in dem jeweiligen Spiel Kopfzerbrechen bereitet. Mit derart frisierten Werten dürfte es Ihnen leicht gelingen, Ihre Freunde von Ihren neuen Fähigkeiten zu überzeugen…

Abbildung 2: Pfuschen kann so einfach sein…

Rio de Konqueror

Gute Nachrichten für alle MP3-Fans: Charles Samuels hat einen Kioslave für den Diamond Rio MP3 player geschrieben.

Diese ominösen "Ioslaves" (Input/Output-Sklaven) sind eigentlich nichts anderes als Codefragmente, die den Zugriff auf beliebige Datenquellen managen. Am meisten profitiert davon der Konqueror, da er diese Datenquellen mit Hilfe der Kioslaves ohne weiteres Tamtam wie Verzeichnisse oder Dateien verwalten und passende Viewer finden kann. Auch den Entwicklern wird die Arbeit durch diese kleinen Programme sehr erleichtert. Nehmen wir als Beispiel den HTTP-Ioslave kio_http. Dieses Code-Schnipselchen weiß alles über das Senden und Empfangen von Daten zu und von einem Webserver. Es kennt sich aus mit SSL, Encoding und den verschiedenen Headern, die während des Datenaustauschs verwendet werden. Möchten KDE-Entwickler nun in einem KDE-Programm irgendeinen Unsinn mit einer Webpage veranstalten, brauchen sie sich selbst nicht mehr mit all den oben angeführten Nichtigkeiten auseinander setzen. Sie verwenden einfach kio_http, das sich um den Rest kümmert.

Mit dem Rio-Player-Kioslave ist es bereits jetzt möglich, Songs im Konqueror neu zu ordnen (Abbildung 3); Up- und Downloadmöglichkeiten sollen bald folgen. Wer sich für nähere Einzelheiten interessiert, sollte Charles unter charles@kde.org einfach mal eine Mail schicken. Und glaubt man den Gerüchten, dann ist das nächste Projekt ein kioslave für den Napster – wenn das keine "wohlklingenden" Aussichten sind…

Abbildung 3: Hier spielt die Musik

Preisgekrönt

Hohe Ehren für unseren Lieblingsdesktop: Auf der LinuxWorld Expo 2000 in Frankfurt wurde dem KDE-Team von Linus Torvalds höchstpersönlich der diesjährige Linux Community Award überreicht. Und weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte, hat Matthias Elter unter http://master.kde.org/~me/lwe/ gleich ein ganzes Päckchen von Schnappschüssen von diesem festlichen Ereignis zum Download bereit gestellt.

Abbildung 4: Linus (links außen) am KDE-Stand (rechts daneben "Mr. KDevelop" Ralf Nolden und Martin Konold)

Glossar

MP3

Mit MP3 oder MPEG 1 Audio Layer 3 bezeichnet man den im Moment wohl besten Komprimierungsalgorithmus für Tondaten, der am deutschen Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Mittels dieser Methode lassen sich Sampledaten ca. um den Faktor 12 komprimieren, ohne dass störender Qualitätsverlust auftritt.

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